Vor Wahlen in Sachsen-Anhalt
FDP stellt Verbeamtung von Lehrern infrage
04.04.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Seit Jahrzehnten verbeamtet Sachsen-Anhalt seine Lehrkräfte. Aber muss das so sein? Die Liberalen bevorzugen ein anderes Modell.
In Sachsen-Anhalt will die FDP die Verbeamtung von Lehrkräften abschaffen. Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Jörg Bernstein, erklärte, das Bundesland solle sich gemeinsam mit anderen Ländern für eine grundlegende Reform des Personalsystems an Schulen einsetzen.
Bernstein argumentierte, Schulen sollten sich stärker an Leistungsanreizen orientieren. Arbeitsverhältnisse mit leistungsbezogener Bezahlung könnten mehr Eigenverantwortung und Wettbewerb um Unterrichtskonzepte ermöglichen. Ziel sei eine Verbesserung des gesamten Schulsystems, nicht lediglich eine Einsparung von Kosten.
Als positives Gegenbeispiel nannte die FDP freie Schulen in Sachsen-Anhalt, bei denen Unterricht auch ohne verbeamtete Lehrkräfte organisiert werde.
Die Debatte über die Verbeamtung von Lehrern war zuletzt durch einen Vorstoß aus Sachsen neu entfacht worden. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hatte die Verbeamtung als nicht mehr zeitgemäß kritisiert und auf finanzielle Belastungen verwiesen. Einen Alleingang seines Bundeslandes schloss er jedoch aus.
In der Bildungsministerkonferenz fand der Vorschlag keine Mehrheit. Die große Mehrheit der Länder hält weiterhin an der Verbeamtung fest und sieht darin einen wichtigen Faktor für die Attraktivität und Stabilität des Lehrerberufs.










