Lieferketten gestört
Hyundai warnt: Selbst nach Kriegsende droht dieses Problem
Aktualisiert am 03.04.2026 – 10:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Hyundai muss Routen im Nahen Osten meiden und Fracht umlagern. Höhere Logistikkosten und Engpässe setzen Produktion und Zulieferer unter Druck.
Der Iran-Krieg stört die Exporte des südkoreanischen Autobauers Hyundai nach Europa und Nordafrika. Selbst bei einem baldigen Ende des Konflikts werde es längere Zeit dauern, die Lieferketten wiederherzustellen, sagte Hyundai-Manager Kim Dong-jo am Freitag. Er sprach bei einem Treffen von Regierungs- und Wirtschaftsvertretern im Hafen von Pyeongtaek-Dangjin, wo die Folgen des Krieges erörtert wurden.
Die Logistikeinheit des Konzerns, Hyundai Glovis, betonte, dass sie derzeit einige Routen im Nahen Osten nicht befahren könne. Fracht müsse daher vorübergehend an alternativen Standorten gelagert werden. Hyundai, zu dem auch das Schwesterunternehmen Kia gehört, ist der drittgrößte Autobauer der Welt.
Dem südkoreanischen Handelsminister Yeo Han-koo zufolge werden einige Lieferungen zu Umschlagplätzen wie Sri Lanka umgeleitet. Dort würden sie zwischengelagert, während die Unternehmen prüften, wann der Transport wieder aufgenommen werden könne. Steigende Logistikkosten und Rohstoffengpässe setzten zudem die Zulieferer und die Produktion unter Druck, sagte Hyundai-Manager Kim.
Der Druck auf die Lieferketten zeigt sich bereits in der Handelsbilanz des Landes: Südkoreas Exporte verzeichneten im März zwar insgesamt ein starkes Wachstum, die Lieferungen in den Nahen Osten brachen jedoch um 49 Prozent ein. Der weltweite Absatz von Hyundai sank im März um 2,3 Prozent auf 358.759 Fahrzeuge.
Die Aktien von Hyundai Motor und Hyundai Glovis schlossen am Freitag mit einem Minus von 1,2 beziehungsweise 0,7 Prozent, während der südkoreanische Leitindex Kospi um 2,7 Prozent zulegte.











