„Gegen alles und für nichts“
Ex-AfD-Politiker aus Oberbayern rechnet mit Partei ab
30.03.2026 – 16:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Wenige Wochen nach der Stadtratswahl verliert die AfD einen ihrer Sitze im Freisinger Stadtparlament. Ein Politiker tritt aus der Partei aus – und rechnet mit dieser ab.
Ein Lokalpolitiker aus Freising bei München hat die AfD verlassen und anschließend mit seiner ehemaligen Partei abgerechnet. Die AfD sei „gegen alles und für nichts“, erklärte Ulrich Holzner laut dem „Merkur“ und der „Süddeutschen Zeitung“ in einer Pressemitteilung. So zum Beispiel gegen Windkraft und Freiflächenphotovoltaik – beides Dinge, die er gut finde.
Er sei zunehmend mit den Ansichten der AfD nicht mehr einverstanden gewesen, erklärte er im Gespräch mit dem „Merkur“ weiter. Das ständige Gerede von Remigration – also der freiwilligen oder erzwungenen Rückkehr von Migranten – in ihr Herkunftsland habe er irgendwann nicht mehr hören können. „Die haben ja kein anderes Thema mehr.“ Zudem störe er sich an der im November 2025 neu gegründeten Nachwuchsorganisation „Generation Deutschland“.
Auch, dass er im April 2025 einen Freisinger Ortsverband habe gründen müssen, habe ihm ebenfalls missfallen, so Holzner. Einen solchen mit zwei Vietnamesinnen ohne deutschen Pass und einem türkischstämmigen Deutschen im Vorstand aufzubauen und zu führen, sei kaum möglich. Endgültig reichte es ihm laut eigener Aussage nach der jüngsten Vorstandssitzung. Was bei dieser genau vorgefallen ist, wollte er dem „Merkur“ nicht verraten.
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Künftig werde er sein Mandat im Freisinger Stadtparlament als fraktionsloses Mitglied ausüben, teilte Holzner in seiner Pressemitteilung weiter mit. Ein Nackenschlag für die AfD, die damit einen ihrer beiden bei der jüngsten Stadtratswahl erhaltenen Sitze bereits nach wenigen Wochen und noch vor der ersten Sitzung wieder verliert.











