DFB-Star Anton Stach
Auch seine Schwestern sind Leistungssportlerinnen
30.03.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Anton Stach gehört zu den stillen Kräften im deutschen Fußball. Im Hintergrund stehen eine Familie, in der Leistungssport zum Alltag gehört, und ein Vater, der im TV kein Unbekannter ist.
Anton Stach ist vielen Fußballfans als laufstarker, unaufgeregter Mittelfeldspieler bekannt. Der 1,94 Meter große Mittelfeldspieler steht für eine unauffällige, aber wertvolle Rolle: Bälle erobern, Räume schließen, Wege gehen, ohne jeden Abend die Schlagzeilen zu dominieren. Das hat auch Bundestrainer Julian Nagelsmann erkannt und Stach zurück in den Kreis der Nationalmannschaft geholt – ein Einsatz im WM-Testspiel gegen die Schweiz inbegriffen.
Der Profi von Leeds United wuchs in Buchholz in der Nordheide auf, umgeben von Sport auf nahezu jeder Ebene: Der Vater, Matthias Stach, kommentierte die großen Turniere im Fußball und Tennis, die Mutter, Julia Stach, spielte Handball, die Schwestern Emma und Lotta strebten früh zum Leistungsbasketball. Anton selbst war lange zweigleisig unterwegs, gehörte im Tennis zu den Top-Ten-Spielern seines Jahrgangs in Deutschland, entschied sich dann aber für den Fußball.
Die ältere Schwester Emma schaffte es sogar zur Basketball-Nationalspielerin (34 Einsätze) und sammelte Erfahrungen in verschiedenen europäischen Ligen. Bis zum Ende ihrer Karriere nach der Saison 2024/25 spielte sie mit ihrer Schwester Lotta zusammen beim Mitteldeutschen Basketball Club (MBC).
Lotta Stach führte der Weg über Nachwuchsnationalteams und die Bundesliga bis hin zu Sisu Kopenhagen nach Dänemark. In dieser Familien-Konstellation werden Themen wie Kaderplätze, Formkurven oder Auslandswechsel nicht theoretisch, sondern aus der Innensicht diskutiert. Was für viele Familien seltene Ausnahmesituationen sind, gehört bei den Stachs zum Gesprächsalltag.
Am Ende ist Anton Stach derjenige, der im Fußball die Bühne betritt, doch die größere mediale Bekanntheit hat wohl sein Vater. Matthias Stach, Jahrgang 1962, ist aus der deutschen Sportberichterstattung kaum wegzudenken. Nach einem sportbezogenen Studium begann er Ende der 1980er-Jahre im Hörfunk und wechselte wenig später ins Fernsehen.










