Einsatz dauerte mehrere Stunden
Windrad brennt ab – Feuerwehr ist machtlos
Aktualisiert am 30.03.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Schon aus der Entfernung ist am Nachthimmel ein Feuer in großer Höhe zu sehen. Die Feuerwehr rückt aus, doch sie kann gegen den Brand nichts machen.
In der Nacht auf Montag ist in Ostsachsen im Maschinenraum eines Windrades ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr sei mehrere Stunden im Einsatz gewesen, berichtete ein Reporter vor Ort. Besonders die Höhe des Brandherdes habe den Rettungskräften Probleme bereitet, hieß es weiter.
Die Feuerwehr sei gegen 0.45 Uhr zum Einsatzort an einer Verbindungsstraße zwischen Crostwitz und Sibnitz alarmiert worden, so der Reporter. Bereits bei der Anfahrt sei ein Feuerschein aus größerer Entfernung sichtbar gewesen. Gleichzeitig ist auf Bildern des Brandes dunkler Rauch zu sehen, der in den Himmel steigt.
„Aufgrund der Höhe der Anlage und der intensiven Brandentwicklung war eine direkte Brandbekämpfung im oberen Bereich nicht möglich“, so der Reporter. Die Einsatzkräfte hätten sich deshalb dazu entschieden, das Feuer im Maschinenraum kontrolliert ausbrennen zu lassen.
Da immer wieder brennende Trümmerteile vom Windrad herabgestürzt seien und am Boden zusätzliche Brände entfacht hätten, wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt. Parallel dazu sei eine „kontinuierliche Brandwache“ eingerichtet worden, um die Brände am Boden zu löschen. Der Einsatz hat sich laut dem Reporter über mehrere Stunden hingezogen. Doch auch nach Abschluss der aktiven Maßnahmen sei eine Brandwache an der Einsatzstelle geblieben, um mögliche neue Glutnester zu verhindern. Wie hoch der Schaden ist und warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar.
Brände an Windrädern kommen sehr selten vor. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Windenergie gibt es jährlich nur etwa fünf bis zehn Brände, berichtete der SWR. Angesichts der 30.250 Windräder (Stand: März 2024), die es in Deutschland gibt, liegen diese Fälle „im Promillebereich“, erklärte Wolfram Axthelm vom Bundesverband Windenergie dem Sender. Meist seien technische Defekte wie Kurzschlüsse oder Überhitzungen die Ursache.










