Deutsche im Urlaub? Es gibt einige Klischees. Aber sind sie wahr? Nun, in jedem Stereotyp steckt ein Körnchen Wahrheit.
In vielen deutschen Haushalten geraten die Nerven schon lange vor dem Urlaub ins Schwitzen, denn Entspannung erfordert eine sorgfältige und effiziente Planung: mit Excel-Packlisten, genauen Reiseplänen, monatelang im Voraus getätigten Restaurantreservierungen, einem detaillierten Kinderaktivitätenplan und Wettervorhersagen im 30-Minuten-Takt.
Das Zelt nach Vorschrift aufbauen
Was nehmen die Deutschen in den Urlaub mit? Zur Urlaubsausrüstung gehören neben den obligatorischen Fahrrädern am oder hinter dem Auto: ein Klapptisch, ein Sonnenschirm, Gummistiefel, ein Werkzeugkasten, eine Sandwichdose und zwei Thermoskannen – eine für heiß, eine für kalt. Sie entscheiden sich oft dafür, weil es günstiger ist – obwohl der Aufbau des Zeltes gemäß den Anweisungen einen ganzen Urlaubstag in Anspruch nimmt. Aber auch Matratze, Lattenrost und ergonomisches Kissen sind im Lieferumfang enthalten.
Viele Deutsche reisen mit dem Wohnmobil – ob sie dadurch wirklich mobiler werden, ist fraglich. Diese rollenden, kühlschrankähnlichen Biester sind größer als eine Dreizimmerwohnung und mit einer riesigen Markise, einem Solarpanel, einer Satellitenschüssel, einem Ohrensessel und einem High-Tech-Grill ausgestattet.
Manche sagen, man erkenne deutsche Urlauber – egal ob an der Nordseeküste, in der Toskana oder auf den Malediven – immer an ihrer gedeckten, atmungsaktiven Funktionskleidung oder ihrem taktischen Geschick, um 7 Uhr morgens die besten Sonnenliegen mit Handtüchern zu reservieren










