Abzocke mit Renteninfos
Verbraucherzentrale mahnt Rentenportal ab
25.03.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Verbraucherzentrale geht gegen das Portal „rentnerauskunft.de“ vor. Nutzer zahlen dort für eine Leistung, die sie gratis bekommen könnten.
Nach Einschätzung der Experten ist die Irreführung Teil des Geschäftsmodells. „Die Seite ist so aufgebaut, dass Nutzerinnen und Nutzer sie für ein offizielles Angebot halten können“, sagt Markus Hagge, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Gestaltung, Farbgebung, Logo und Ansprache orientierten sich am Original, sodass eine Verwechslung naheliege. Betreiberin des Portals ist die in London ansässige Firma Regis Datasec Ltd.
Die Kosten seien zudem leicht zu übersehen, kritisiert die Verbraucherzentrale. Sie würden lediglich im Fließtext erwähnt. Zwar weise der Anbieter darauf hin, nicht zur Deutschen Rentenversicherung zu gehören, setze aber gleichzeitig auf eine möglichst täuschend echte Aufmachung.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Bestellprozess. Der Button auf der Seite ist lediglich mit „Anfordern“ beschriftet. Nach geltendem Recht muss jedoch klar erkennbar sein, dass mit dem Klick eine Zahlungspflicht entsteht.
Die gesetzlich vorgeschriebene Button-Lösung wird also laut Verbraucherzentrale nicht eingehalten. „Das bedeutet: Ein wirksamer Vertrag kommt gar nicht zustande – Betroffene müssen nicht zahlen“, so Hagge.
Neben möglichen Kosten sehen die Verbraucherschützer noch ein weiteres Risiko: den Umgang mit persönlichen Daten. Wer eine Rentenauskunft anfordert, übermittelt sensible Informationen wie Versicherungsnummer oder Adresse. „Diese Daten gehören ausschließlich in die Hände der offiziellen Stellen“, warnt Hagge.










