Ursprung und Geschichte
Warum gibt es den Osterhasen?
Aktualisiert am 23.03.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Historische Dokumente und österliche Legenden vermischen sich seit Jahrhunderten. Die Deutungen sind vielschichtig, doch der einzige konstante Akteur bleibt: der Osterhase.
In den christlichen Kirchen und der Mythologie gibt es viele Geschichten zur Entstehung des Osterhasen und der Ostereier. Wir haben einige zusammengefasst.
Historiker vermuten, dass der Hase als Symbol mit der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre verbunden ist. Begründet wird diese Theorie mit der sich schnell vermehrenden Population: Da Hasen im Frühjahr außerordentlich fortpflanzungsfreudig sind, werden sie mit Ostern verknüpft. Auch Eier sind ein Symbol für Fruchtbarkeit. Später wurde der Hase als kirchliche Symbolik zum Sinnbild für die Auferstehung Jesu Christi.
Zum Ende des 17. Jahrhunderts lässt sich in der Arbeit des Mediziners Georg Franck von Franckenau eine erste schriftliche Erwähnung des Osterhasen in dem Werk „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“ belegen. Er berichtete darin über den Osterhasen, um die Menschen vor einem zu hohen Eierkonsum zu warnen.
Ostern findet immer am ersten Sonntag des Frühlingsmondes statt. Dementsprechend entstand der Begriff Ostera – in Anlehnung an die gleichnamige Frühlingsgöttin.
Zudem gilt der Hase als Mondtier. Man sagt, mit viel Fantasie könne man im Mond zu der Zeit rund um Ostern einen Hasen oder Hasenkopf erkennen. Und diese Hasen-Mondtiere, die zu dieser speziellen Zeit aktiv sind, werden von den Kindern, die Eier suchen, aus ihren Verstecken gescheucht. Daher glaubte man, dass der Hase Ostereier bringt.
Vor dem 17. Jahrhundert brachten nicht nur Osterhasen, sondern auch Tiere wie Fuchs, Storch, Hahn oder Kuckuck die Gaben zu Ostern. Einige bastelten auch einen Ostervogel oder Frühlingsvogel.
Der Brauch, dass der Osterhase bunt gefärbte Eier, Süßigkeiten und Schokoladenhasen versteckt, ist teilweise religiösen Ursprungs. Um zu zeigen, wie wichtig die Eier sowohl als Symbol als auch als Nahrungsmittel sind, war es im Mittelalter Brauch, sie zu Ostern einzufärben. Dabei wurde vorwiegend die Farbe Rot genutzt – vor allem um die Verbindung mit der Kreuzigung Jesu und sein dadurch vergossenes Blut zu verdeutlichen.










