Zwei Tote bei Unglück in den Alpen
Lawine in Südtirol: Mehrere Skifahrer verschüttet
Aktualisiert am 21.03.2026 – 16:41 UhrLesedauer: 2 Min.
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In den italienischen Alpen geht eine Lawine nieder. Die Rettungsdienste sind im Großeinsatz. Bisher ist klar, das zwei Opfer und mehrere Verletzte gibt.
In Südtirol sind mehrere Skifahrer von einer großen Lawine erfasst worden. Nach Angaben der italienischen Bergwacht löste sich die Lawine in hochalpinem Gelände an der mehr als 2.600 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings. Zehn Skifahrer sollen von den Schneemassen verschüttet worden sein.
Nach weiteren Angaben seien zwei Menschen ums Leben gekommen, außerdem soll es fünf Verletzte geben, von denen sich drei in kritischem Zustand befinden. Die Bergwacht war nach eigenen Angaben auch mit mehreren Hubschraubern im Einsatz. Die Lawine ging gegen 11.40 Uhr an der Rudererspitze auf etwa 2.445 Metern oberhalb der Gewinges Alm ab, wie der Südtiroler Gesundheitsbetrieb meldete. Mehrere Skitouren-Gruppen waren unterwegs.
Im Einsatz standen drei Notarzthubschrauber. Auch der österreichische Rettungshubschrauber „Christophorus“ half bei der Bergung und brachte einen Schwerverletzten ins Krankenhaus nach Innsbruck. Über die Herkunft der Opfer gab es vorerst keine Angaben.
In den italienischen Alpen kam es in diesem Winter bereits mehrfach zu Lawinenunglücken mit Toten und Verletzten. Nach Angaben der Bergwacht wurden mehrere Krankenhäuser in der Umgebung in Alarmbereitschaft versetzt, auch die Klinik im österreichischen Innsbruck.
In Europas Gebirgen kamen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 125 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit 32 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus einer Übersicht des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.
Als einer der Gründe wird von Experten der Klimawandel genannt. Demnach verändern sich die traditionellen saisonalen Rhythmen durch höhere Temperaturen, weshalb der Schnee nicht mehr so fest ist. Außerdem gebe es stärkere Winde, sodass sich gefährlicher „Treibschnee“ ansammelt, heißt es. Besonders betroffen sind Regionen in Italien, im südlichen Teil der Alpen. Hinzu kommt, dass Skitouren und Abfahrten außerhalb der präparierten Pisten seit einiger Zeit beliebter werden.











