„Die Narbe ist da“
Fürstin Charlène spricht über bittere Enttäuschung
19.03.2026 – 19:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Charlène von Monaco blickt auf prägende Erfahrungen zurück. 2004 musste sie einen Rückschlag verkraften, der Spuren hinterließ.
Vier Jahre lang arbeitete Fürstin Charlène auf diesen einen Moment hin. Doch kurz vor den Olympischen Spielen 2004 nahm ihre Karriere als Profisschwimmerin eine unerwartete Wendung. Obwohl sie die sportlichen Voraussetzungen für den Wettkampf in Athen erfüllt hatte, wurde sie nicht nominiert.
Die Südafrikanerin schildert jetzt in einem Interview mit der französischen Sportzeitung „L’Équipe“: „Ich hatte die Qualifikationskriterien erfüllt, aber aus politischen Gründen änderte der Verband diese.“ Die Entscheidung habe weitreichende Folgen gehabt: „Vier Jahre Arbeit waren dahin, obwohl dies der Höhepunkt meiner Karriere hätte sein sollen. Von einem Tag auf den anderen habe ich alles hingeschmissen.“
Mit dem Olympia-Aus verlor sie zudem „alle […] Sponsoren“. Rückblickend beschreibt sie die Phase als schwer zu verarbeiten: „Ich weiß nicht, wie ich diese Enttäuschung überwinden konnte. Die Sonne scheint immer noch, aber die Narbe ist da.“ Als Hintergrund nennt sie eine Entscheidung des Olympischen Komitees: „In Athen hat das südafrikanische Olympische Komitee keine Schwimmerinnen ausgewählt. Sie wollten unbedingt eine Baseballmannschaft haben, obwohl es bei uns keine Tradition für diesen Sport gibt.“
Trotzdem kehrte sie noch einmal in den Wettkampf zurück und gewann 2007 den südafrikanischen Meistertitel über 50 Meter Rücken. Wenig später beendete sie ihre Karriere, auch wegen anhaltender Schulterprobleme, die eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 verhinderten.
2000 hatte sie jedoch an den Olympischen Spielen in Sydney teilnehmen dürfen. Als Teil der 4-mal-100-Meter-Lagenstaffel erreichte sie mit ihrem Team den fünften Platz. Für sie habe sich dieses Ergebnis „wie ein Sieg“ angefühlt. Gleichzeitig habe sie den Druck gespürt: „Sein Land zu vertreten ist eine immense Verantwortung“.










