Anfang der 1960er Jahre spaltete sich das Unternehmen in Aldi Nord (Theo) und Aldi Süd (Karl). Denn die Brüder zerstritten sich angeblich über die Frage, ob Zigaretten in den Geschäften verkauft werden dürfen – nach 40 Jahren Pause beendete Aldi Süd 2003 schließlich sein Tabakverbot.
Heute ist Aldi ein globales Discount-Imperium: Aldi Nord und Aldi Süd betreiben gemeinsam über 13.500 Supermärkte in 18 Ländern. Sie sind Eigentum von Stiftungen der Gründerfamilie Albrecht.
Warum Discountketten so erfolgreich sind
Zweifellos wird der durchschnittliche US-Kunde in erster Linie von den niedrigen Preisen angezogen. Die Inflation in den USA lag im Jahr 2025 bei 2,7 Prozent – die Preise steigen auf breiter Front und die Menschen spüren die Krise. Während Aldi in der Vergangenheit eher Menschen mit geringem Einkommen anzog, stellt der US-Einzelhandelsanalyst Will Auchincloss fest, dass seine Kunden heutzutage alle Einkommenssegmente repräsentieren.
Neil Saunders, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Global Data, ist überzeugt, dass der Erfolg von Aldi nicht nur auf den Preisen beruht: „Aldi hat hart daran gearbeitet, auch andere Aspekte seines Angebots zu optimieren – Qualität, Geschmack, Sortiment und Ladendesign.“ Saunders ist außerdem davon überzeugt, dass die Kette von einem nicht übertriebenen Sortiment (rund 1.600 Artikel) profitiert, von dem etwa 90 Prozent Eigenmarken sind. Er sagt, dass es ganz einfach „schlau“ sei, bei Aldi einzukaufen.
Das positive Image von Aldi wurde vor einigen Jahren durch Kritik an der Bezahlung und den Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter etwas getrübt; Laut HR Dive zahlte das Unternehmen zwei Millionen US-Dollar für die Beilegung einer Sammelklage.










