Sorge um Pavel Travnicek
„Haselnüsse für Aschenbrödel“-Prinz entkam knapp dem Tod
17.03.2026 – 22:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Hauptdarsteller aus dem Weihnachtskultfilm musste sich einer schweren Operation unterziehen. Für Pavel Travnicek ein prägendes Ereignis.
Fast jeder kennt ihn als den Prinzen aus dem Weihnachtskultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Seit 1973 ist Pavel Travnicek alljährlich über Wochen hinweg im Fernsehen zu sehen. Im wahren Leben wurde es zuletzt ruhig um den tschechischen Schauspieler, denn er hatte mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Dabei sei er nach eigener Aussage nur knapp dem Tode entronnen: „Der große Vorteil ist, dass man dann schon weiß, wie es ist, wenn das Ende naht, wenn man irgendwohin auf die andere Seite geht“, so Pavel Travnicek. Inzwischen gehe es ihm wieder besser und sein Arzt habe ihm bei einer Kontrolle bescheinigt, dass sein Herz wieder eine Leistungsfähigkeit von 40 Prozent erreiche. „Ich habe mir gedacht: Nur? Aber was soll ich mir nach einer solchen Operation schon wünschen.“
Bereits im vorigen Sommer hatte der Schauspieler wegen Herzproblemen einen Schrittmacher bekommen. Sein Wille, zu leben, sei sehr stark, berichtete er jetzt. Am wichtigsten sei es für ihn nun, Zeit mit seinem neun Jahre alten Sohn Maximilian zu verbringen: „Ich habe bisher ein herrliches Leben mit einem Schnaps und einer Zigarette in der Hand geführt. Aber ich habe mich entschieden, mein Leben und überhaupt meine ganze Existenz von Grund auf zu ändern.“
Zu seinem üblichen Arbeitsprogramm will Pavel Travnicek nur langsam und vorsichtig zurückkehren, doch werde er demnächst für Aufnahmen nach Hamburg reisen: „Ich reihe mich in die lange Reihe glückloser Schauspieler ein, die in Talkshows auftreten, weil sie nichts anderes können“, sagte er dazu selbstironisch.
In der DDR-CSSR-Koproduktion „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ spielte Pavel Travnicek den Prinzen, der das Herz von Aschenbrödel gewinnt. Seine Filmpartnerin Libuse Safrankova starb im Sommer 2021 im Alter von 68 Jahren. Der Märchenfilm hat seit Jahren um Weihnachten herum einen festen Platz im Fernsehprogramm – nicht nur in Deutschland, sondern etwa auch in Tschechien und Norwegen.










