Ärzte streiken
Mallorca: Wer jetzt Hilfe braucht, hat ein Problem
15.03.2026 – 12:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Ab Montag schalten Mallorcas Kliniken in den Streik-Modus. Patienten müssen sich auf spürbare Einschränkungen einstellen.
Urlauber und Residenten auf den Balearen müssen sich in der kommenden Woche auf Einschränkungen in der medizinischen Versorgung einstellen. Vom 16. bis 20. März werden die Ärzte streiken. Die Versorgung wird auf ein Minimum reduziert.
Hintergrund des Arbeitskampfes ist der Protest gegen das geplante „Estatuto Marco“. Das Gesetz regelt die Arbeitsbedingungen von über einer Million Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitssystem. Die Mediziner befürchten eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen und der Patientenversorgung. Ein zentraler Streitpunkt ist zudem die Arbeitszeit, die laut den Ärzten häufig 48 Stunden pro Woche beträgt.
Das balearische Gesundheitsministerium hat für den Zeitraum von Montagmorgen bis Freitagabend Mindestdienste festgelegt. Sie orientieren sich an der üblichen Regelung für Feiertage.
Trotz des Streiks bleibt die Hilfe in dringenden Fällen gewährleistet. Die Notaufnahme, die Rettungsdienste (061), die Dialysestationen sowie die Onkologie und die Strahlentherapie arbeiten ohne Einschränkungen. Auch die rund um die Uhr geöffneten Gesundheitszentren mit Notaufnahme (PACs) sind in den Abendstunden voll besetzt.
Bei dem Ausstand handelt es sich um die zweite von insgesamt fünf geplanten Streikwochen. Bereits im Februar legten die Ärzte die Arbeit nieder. Weitere Termine sind für Ende April, Mai und Juni angekündigt, falls es bis dahin keine Einigung gibt.









