Spezialkräfte müssen Strom abschalten
Riskante Foto-Aktion nimmt trauriges Ende
Aktualisiert am 12.03.2026 – 09:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Teenager klettert in Österreich auf einen Strommast. Das hat er wohl schon zuvor getan, um Fotos und Videos zu machen. Dieses Mal endet die Aktion mit einem Drama.
Ein 19-Jähriger ist in Österreich auf einem Strommast ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geschah es am Dienstagnachmittag im steirischen Feldbach. Der junge Mann dürfte in den Stromkreis geraten sein, schrieben die Beamten.
Ein Autofahrer bemerkte den Unfall demnach gegen 17 Uhr von der nahen B66 aus und wählte den Notruf. Spezialkräfte der Feuerwehr und der Energie Steiermark schalteten die Strom führenden Leitungen ab, um zu dem leblosen Körper zu gelangen. Sie konnten den 19-Jährigen aus dem Bezirk Südoststeiermark nur noch tot bergen.
Die Polizei nimmt an, dass der junge Mann mit seinem Handy Fotos und Videos auf dem Mast anfertigen wollte. Dies hatte er wohl schon zuvor getan. Auf seinem Mobiltelefon fanden die Beamten ähnliche Aufnahmen von verschiedenen Strom- und Mobilfunkmasten. „Derartige Aktivitäten werden auch als ‚Roofing‘ bezeichnet“, teilte die Polizei mit. Dabei klettern Personen ohne Sicherung auf Masten, Gebäude oder andere Bauwerke.
Die Energie Steiermark warnte vor solchen Aktionen. „Jede Besteigung eines Mastes ist lebensgefährlich“, zitierten österreichische Medien einen Sprecher. An jedem Mast seien daher in Bodennähe entsprechende Warnungen angebracht.
Bei einer 20-kV-Leitung handelt es sich um eine Mittelspannungsleitung. Laut Energie Steiermark ist bei solchen Leitungen ein Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern vorgegeben, aber auch bei größerem Abstand könne es zum Beispiel durch hohe Luftfeuchtigkeit schnell zu einem Überspringen des Stroms kommen. „Es muss gar keine Hochspannungsleitung sein“, mahnte der Sprecher. Auch die Elektrizität einer nur scheinbar harmlosen 20-kV-Leitung sei tödlich.










