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Home » Todeskandidat wird kurz vor Hinrichtung verschont
Panorama

Todeskandidat wird kurz vor Hinrichtung verschont

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 11, 2026
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Todeskandidat wird kurz vor Hinrichtung verschont

USA

Todeskandidat wird kurz vor Hinrichtung verschont


Aktualisiert am 11.03.2026 – 05:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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In den USA werden unter Donald Trump wieder mehr Todesurteile vollstreckt. (Symbolbild) (Quelle: Paul Buck/epa/dpa/dpa-bilder)

In den USA ist ein 75-jähriger Mann von der Todesstrafe verschont worden. Der Fall hatte seit Langem für Proteste gesorgt.

Die republikanische Gouverneurin des US-Bundesstaates Alabama, Kay Ivey, hat die Todesstrafe für einen 75-jährigen Häftling in eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung umgewandelt. Es ist das zweite Mal seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2017, dass Ivey einem Todeskandidaten Gnade gewährt hat.

Eigentlich hätte Charles „Sonny“ Burton am Donnerstag dieser Woche mit Stickstoffgas hingerichtet werden sollen. Dabei war er zum Zeitpunkt der Tat, für die er verurteilt wurde, gar nicht am Tatort.

Burton wurde 1991 wegen eines Raubüberfalls auf ein Geschäft zum Tode verurteilt. Bei dem Überfall war ein Kunde, der sich in dem Laden befand, erschossen. Wie sich später herausstellte, hatte allerdings ein anderer Mann, Derrick DeBruce, das Opfer erschossen – Burton war da schon nicht mehr am Tatort.

Auch DeBruces Todesurteil wurde in einer Berufungsverhandlung zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit der Bewährung abgemildert. Die republikanische Gouverneurin Ivey erklärte in einer Stellungnahme, dass sie Burton nicht guten Gewissens mit der Höchststrafe bestrafen könne. Zumal auch der eigentliche Täter, DeBruce, von der Todesstrafe verschont bleibe.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Todesstrafe eine gerechte Strafe für die abscheulichsten Straftäter der Gesellschaft ist“, so Ivey. Das zeigten die 25 Hinrichtungen, die sie als Gouverneurin unterzeichnet habe. Damit eine weitere Anwendung der Todesstrafe in dem Bundesstaat jedoch gewährleistet werden könne, müsse diese in jedem einzelnen Fall „fair und verhältnismäßig angewendet werden“.

In den vergangenen Monaten hat Burtons Fall nationale Aufmerksamkeit erregt, und viele Befürworter und Strafrechtler haben sich gegen seine Hinrichtung ausgesprochen. Vergangene Woche hatten sich Demonstranten vor dem Amtssitz der Gouverneurin versammelt, um Ivey dazu zu bewegen, Burtons Leben zu verschonen. Sogar die Tochter des Opfers, Tori Battle, plädierte in einem Kommentar in einer Lokalzeitung dafür, Burtons Strafe umzuwandeln und den zum Tode Verurteilten am Leben zu lassen.

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