Fia-Boss befürwortet Pläne
China-Konzern denkt offenbar über Formel-1-Einstieg nach
10.03.2026 – 20:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit diesem Jahr sind mit Cadillac und Audi zwei große Autobauer neu in der Formel 1 vertreten. Bald könnte ein weiterer Branchenriese hinzukommen.
Der chinesische Autobauer BYN denkt offenbar über einen Einstieg in die Formel 1 nach. Das berichtet das Portal „Bloomberg“ unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise. Demnach möchte der Autobauer die globale Attraktivität der Marke steigern und erkundet dafür mehrere Möglichkeiten eines Einstiegs in den Motorsport, der in der jüngeren Vergangenheit mehr und mehr auf Hybridmotoren gesetzt hat.
Neben der Formel 1 ziehe BYN auch einen Einstieg in die Langstrecken-Weltmeisterschaft, zu der auch die berühmten 24 Stunden von LeMans gehören, in Betracht. Bei einem Einstieg in die Formel 1 komme sowohl die Übernahme eines bereits vorhandenen Teams, wie es Audi zuletzt mit dem Sauber-Rennstall machte, als auch der Neuaufbau eines eigenen Teams infrage. Dabei könnten dem Bericht zufolge aber vor allem die hohen Kosten zur Hürde werden. Der Aufbau eines eigenen Teams erfordert meist lange Verhandlungen und kostet bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Saison.
Eine finale Entscheidung soll das Unternehmen deshalb noch nicht getroffen haben. Äußern wollte es sich auf Anfrage von „Bloomberg“ ebenfalls nicht zu den angeblichen Plänen.
Ein Einstieg der chinesischen Marke in den Motorsport wäre ein ungewöhnlicher Schritt, werden die Rennserien doch aktuell eher von europäischen und amerikanischen Marken beherrscht. Der Chef des Automobilverbandes Fia, der auch als Regelhüter der Formel 1 fungiert, Mohammed Ben Sulayem äußerte zuletzt aber Interesse an einem Einstieg einer chinesischen Marke. Nach dem Einstieg des US-Autobauers Cadillac sei das ein logischer nächster Schritt.
BYN ist bekannt für die Herstellung kostengünstiger Elektroautos und hat kürzlich Tesla als weltweit führenden Anbieter von Elektrofahrzeugen abgelöst. Die Marke expandiert vor allem nach Europa und Lateinamerika. Ein Formel-1-Einstieg könnte auch die Bekanntheit in den USA steigern, wo sich die „Königsklasse des Motorsports“ seit einigen Jahren auch durch die Netflix-Dokumentation „Drive to Survive“ enormer Popularität erfreut. Allerdings: In den USA verkauft BYD aktuell noch gar keine Autos. Das liegt vor allem an den hohen Zöllen und Marktbeschränkungen.









