Von wegen Frühlingsgefühle
Frühjahrsmüdigkeit: So werden Sie wieder munter
Aktualisiert am 09.03.2026 – 07:51 UhrLesedauer: 3 Min.
Sobald es draußen wärmer wird, sollten eigentlich die Lebensgeister erwachen – oft kommt aber erst mal die Frühjahrsmüdigkeit. Das können Sie dagegen tun.
Immer diese Frühjahrsmüdigkeit! Zahlreiche Menschen verspüren an den ersten warmen Tagen des Jahres oder allgemein in den Frühlingsmonaten ein verstärktes Schlafbedürfnis. Teilweise fühlen sie sich auch, als seien ihr Körper und Geist im Sparmodus.
Obwohl draußen Pflanzen und Tiere längst aus dem Winterschlaf erwacht sind, ist vielen Menschen lieber zum Schlafen zumute. Warum die Frühjahrsmüdigkeit entsteht, ist durch die Wissenschaft noch nicht genau geklärt. Fest steht jedoch, dass es einige konkrete Tipps gibt, der Frühjahrsmüdigkeit zu trotzen und die sonnigen Tage frisch und erholt zu genießen.
Fakt ist, dass der Blutdruck vieler Menschen ab Mitte März deutlich sinkt und sie mit Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit zu kämpfen haben.
Viele Menschen klagen im Frühjahr über die folgenden Symptome:
- Müdigkeitserscheinungen
- Abgeschlagenheit
- Schwindel
- Kreislaufprobleme
- Gereiztheit
- Wetterfühligkeit
Schätzungen zufolge spüren rund 60 Prozent der Bevölkerung die Frühjahrsmüdigkeit. Die Symptome sind dabei von Betroffenem zu Betroffenem verschieden und fallen unterschiedlich stark aus. Viele fühlen sich lediglich antriebslos. Andere leiden unter Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche oder Schlaflosigkeit.
Es gibt mehrere Gründe, die die Frühjahrsmüdigkeit auslösen können. Die gängigste Theorie besagt, dass es sich um ein hormonelles Phänomen handelt und der Körper in gewisser Weise wiedererwacht. Im Frühjahr kann das hormonelle Gleichgewicht ins Wanken geraten.
Der Grund: Im Winter, wenn es generell eher dunkel ist, wird vermehrt Melatonin, also das Schlafhormon, produziert. Scheint die Sonne hingegen wieder länger, so wird der Neurotransmitter Serotonin ausgeschüttet. Daran muss sich der Organismus erst wieder gewöhnen. Sobald der Serotoninspiegel aber wieder normal ist, sollten die Müdigkeitserscheinungen auch verflogen sein.
Fakt ist auch, dass im Frühling mehr Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet werden und der Hormonhaushalt damit aus dem gewohnten Wintertrott gerissen wird.
Eine weitere Theorie besagt, dass sich Menschen in der kalten Jahreszeit fettreicher ernähren und sie hierdurch weniger Vitamine und Spurenelemente wie Vitamin D, Magnesium und Zink bekommen. Der Speicher für Aktivitäten ist somit leerer. Mit dem Temperaturwechsel weiten sich zudem die Blutgefäße – und der Blutdruck fällt ab, was Müdigkeit oder auch Kreislaufprobleme verursacht.
Eine andere Ursache kann der veränderte Schlafrhythmus sein: Menschen schlafen im Winter im Schnitt 20 bis 45 Minuten länger. Das ändert sich mit dem Frühling, weil es abends länger hell ist, viele aktiver sind und vom Tageslicht morgens auch manchmal vor dem Weckerklingeln aus dem Schlaf geholt werden.
Die Dauer der Frühjahrsmüdigkeit ist unterschiedlich. Viele haben sie bereits nach zwei Wochen überwunden. Doch es braucht etwa einen Monat, bis sich der Körper an die neuen Temperaturen gewöhnt hat. Zwar wird mit dem zunehmenden Tageslicht das stimmungsaufhellende Hormon Serotonin stärker produziert. Gleichzeitig ist aber noch das Hormon Melatonin, das für den Schlaf zuständig ist, nach den Wintermonaten im Körper sehr aktiv. In der Wechselwirkung machen die Botenstoffe müde.











