Gefährliche Krabbeltiere
Zeckensaison startet in Sachsen
06.03.2026 – 16:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei Frühlingstemperaturen erwachen die Zecken aus ihrer Winterstarre. Wo man besonders aufpassen sollte und wie man sich am besten schützt.
Der eisige Winter ist vorbei, die Tage werden wieder wärmer. Das gefällt auch den Zecken. Steigen die Temperaturen auf über sieben Grad Celsius, erwachen die kleinen Krabbeltiere aus der Winterstarre. Sie leben überall, wo es grün ist: Im Gras, Wald und Unterholz – aber auch im Garten und sogar auf dem Fußballplatz sind sie zu finden. Zeckenzeit ist in Deutschland in der Regel von Februar bis Oktober.
Zecken ernähren sich von Blut und saugen sich damit voll, sobald sie sich auf der Haut niedergelassen haben. Dabei lassen sie sich nicht von Bäumen fallen, sondern sitzen meistens auf Gräsern in einer Höhe von 10 bis 50 Zentimetern und halten sich fest, sobald jemand am Gras vorbeistreift.
Für Menschen sind sie deshalb gefährlich, weil sie beim Stechen Krankheitserreger übertragen können. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) die in Deutschland am häufigsten übertragenen Infektionskrankheiten.
Borreliose macht sich meist durch eine Rötung der Haut an der Einstichstelle bemerkbar, die ringförmig größer wird. Im weiteren Verlauf können unter anderem Gelenkbeschwerden, Herzbeschwerden oder Hirnhautentzündungen auftreten.
Zecken sind in ganz Deutschland verbreitet. In manchen Regionen treten FSME-Erkrankungen allerdings vermehrt auf. Auch Teile von Sachsen gehören zu diesen FSME-Risikogebieten. Wie das RKI im Februar bekannt gab, gehören nun auch der Stadtkreis Halle (Saale) und der Landkreis Nordsachsen dazu.
Eine FSME-Erkrankung verläuft meistens in zwei Phasen. Etwa 7 bis 14 Tage nach dem Zeckenstich leiden Betroffene unter grippalen Symptomen wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber. In der zweiten Phase ist dann das zentrale Nervensystem betroffen, neben den Kopfschmerzen können auch Nackenschmerzen, Konzentrationsstörungen, Krampfanfälle oder Atmungsstörungen oder Lähmungen auftreten.










