Erneute Proteste in Berlin
Schüler wollen gegen Wehrdienstpläne demonstrieren
05.03.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Gegen die Wehrdienstpläne der Regierung dauert der Widerstand weiter an. In Berlin und bundesweit wollen Schüler ein Zeichen setzen.
Bereits im Dezember haben sich in Berlin Tausende Schüler versammelt, um gegen die Wehrdienstpläne der Bundesregierung zu demonstrieren. Jetzt wollen sie nachlegen: Gleich mehrere Demonstrationen sind am Donnerstag im Versammlungskalender der Stadt angekündigt.
Die wohl größte Aktion startet um 11 Uhr am Potsdamer Platz unter dem Motto „Demo gegen die Wehrpflicht“ und führt die Demonstrierenden über zahlreiche Straßen in Friedrichshain und Kreuzberg bis zum Oranienplatz. Gegen 14 Uhr soll sie beendet sein. In den drei Stunden müssen sich Berliner auf Verkehrseinschränkungen in dem Bereich einstellen.
Laut einem Sprecher der Polizei werden zu der Demo rund 2.000 Teilnehmer erwartet. Daneben seien weitere einzelne Versammlungen geplant, deren Teilnehmerzahl liege zwischen 50 und 100 Menschen.
Auch in anderen Städten wollen Schüler auf die Straße gehen. Laut den Veranstaltern waren am 5. Dezember bundesweit insgesamt 55.000 Teilnehmer bei den Demos. Die Demos richten sich außerdem gegen die geplanten und bislang bereits durchgeführten Werbeaktionen der Bundeswehr an Schulen. „Wir werden zeigen, dass die Jugend keine Fragebögen, keine Wehrpflicht, keinen Krieg will“, heißt es im Demoaufruf des Schulstreikkomitees.
Seit Anfang des Jahres ist das entsprechende Gesetz in Kraft. Konkret bedeutet das: Alle 18-jährigen Männer und Frauen erhalten ab Anfang 2026 einen Fragebogen. Damit soll die „Motivation und Eignung“ für den Wehrdienst festgestellt werden, heißt es vom Verteidigungsministerium. Für Männer ist die Beantwortung des Fragebogens Pflicht, für Frauen freiwillig.
Finden sich nicht genügend Freiwillige, könne die Wehrpflicht wieder reaktiviert werden, die seit 2011 ausgesetzt ist.










