Führerschein, Strafen und Wohnmobil
Neue EU-Regeln für alle Autofahrer kommen
Aktualisiert am 04.03.2026 – 10:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Ab 2030 soll der Führerschein digital werden, Verkehrsverstöße gelten EU-weit und junge Fahrer dürfen früher ans Steuer. Was auf Autofahrer zukommen könnte.
Ihr Führerschein könnte bald auf dem Smartphone landen – und Verkehrsverstöße gelten künftig nicht mehr nur im Heimatland. Das Europäische Parlament plant neue EU-weite Regeln, die in den kommenden Jahren in nationales Recht umgesetzt werden müssen.
Bis spätestens 2030 soll es einen einheitlichen digitalen Führerschein geben, der in allen EU-Staaten gültig ist und sich per Smartphone abrufen lässt. Wer möchte, kann aber zusätzlich eine physische Führerscheinkarte beantragen. Beide Versionen sind gleichwertig.
Bei schweren Verkehrsverstößen wie Trunkenheit, Drogenkonsum, tödlichen Unfällen oder extremem Rasen soll ein Fahrverbot künftig EU-weit gelten. Das ausstellende Land kann das Verbot durchsetzen.
Das begleitete Fahren wird auf alle EU-Länder ausgeweitet. Junge Fahrer können so unter Aufsicht Fahrpraxis sammeln – auch im Urlaub in anderen EU-Staaten.
Für Berufskraftfahrer gelten neue Altersgrenzen: Lkw-Führerschein ab 18 Jahren (statt 21) und Busführerschein ab 21 Jahren (statt 24).
Fahrschulen sollen künftig Themen wie Ablenkung durch Handys, tote Winkel und den Umgang mit Fußgängern und Radfahrern stärker behandeln. Ziel ist, die Verkehrssicherheit von Anfang an zu erhöhen.
Inhaber der Klasse B dürfen künftig Fahrzeuge bis zu 4,25 Tonnen lenken – nach einer speziellen Schulung oder Prüfung. Ob darüber hinaus eine zusätzliche Schulung nötig ist, entscheidet jedes Land selbst.
Eine Pflicht für Gesundheitsuntersuchungen ab einem bestimmten Alter gibt es nicht. Jeder Staat entscheidet individuell. Laut ADAC dürfte sich für Deutschland zunächst wenig ändern.










