Schweineklappe für Schlagerstar
Eva von den Jacob Sisters musste am Herzen operiert werden
02.03.2026 – 18:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Was als Vorbereitung auf einen orthopädischen Eingriff gedacht war, endete für Eva Jacob mit einer Herz-OP. Eine Routineuntersuchung brachte eine unerwartete Diagnose ans Licht.
Das hatte sich Eva Jacob anders vorgestellt. Eigentlich wollte sich die 82-Jährige lediglich für eine längst anstehende Knie-Operation untersuchen lassen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, entdeckten Ärzte bei dieser Voruntersuchung ein Loch in ihrem Herzen. Statt eines planbaren Eingriffs am Knie musste kurzfristig das Herz behandelt werden.
Am 19. Januar operierten Mediziner der Frankfurter Uniklinik die Sängerin minimalinvasiv. Der Zugang erfolgte über die Leiste bis zum Herzen. Das Loch in der Herzscheidewand wurde dabei mit Schweinegewebe verschlossen – ein Verfahren, das neben synthetischen Materialien üblich ist, wenn solche Defekte operativ behandelt werden. Verwendet wird Gewebe aus dem Herzbeutel oder den Herzklappen von Schweinen.
Kurz nach dem Eingriff zeigte sich Eva Jacob erleichtert. Sie sagte der „Bild“: „Ich fühle mich besser. Ich bin wieder fit.“ Mit Humor reagierte sie zudem auf das eingesetzte Material. „Ich habe jetzt Teile vom Schwein in mir. Mein Herz schlägt wieder im Takt. Oink, oink. Ich hoffe, ich muss nicht grunzen“, scherzte sie.
Eva Jacob gehört zu den Jacob Sisters. Die vier Schwestern aus Sachsen starteten ihre Karriere als Quartett in den Sechzigerjahren. Sie waren die erste Girlgroup der deutschsprachigen Unterhaltungsmusik. Sie erlangten ihren Durchbruch durch den Hit „Gartenzwerg-Marsch“, Auftritte in Shows wie „Zum Blauen Bock“ sowie internationale Erfolge in Las Vegas und New York mit Stars wie Louis Armstrong und Sammy Davis Jr., immer begleitet von ihren markanten weißen Pudeln.
Neben Eva gehörten auch ihre Schwestern Rosi, Johanna und Hannelore dazu. Von ihnen leben heute nur noch zwei. Hannelore Jacob starb bereits 2008 – an einem Herzversagen. Johanna Jacob starb 2015 an den Folgen eines Schlaganfalls.











