Hand vor dem Mund?
Infantino: „Dann muss er natürlich vom Platz gestellt werden“
Aktualisiert am 02.03.2026 – 17:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Verdeckte Beleidigungen auf dem Platz? Fifa-Präsident Gianni Infantino hat dazu eine klare Meinung. Er fordert eine Regeländerung.
Rot für verdeckte Sprüche an den Gegner? Fifa-Präsident Gianni Infantino fordert im Kampf gegen Rassismus Maßnahmen mit abschreckender Wirkung. Dabei im Fokus: Spieler, die sich beim Ansprechen ihrer Gegner etwas vor den Mund halten, sodass nicht zu sehen ist, was sie sagen. „Wenn ein Spieler seinen Mund bedeckt und etwas sagt und dies rassistische Folgen hat, dann muss er natürlich vom Platz gestellt werden“, sagte Infantino im Sky-Interview nach der Versammlung der internationalen Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) in Wales.
„Das ist etwas, das ich ohnehin nicht verstehe: Warum muss ein Spieler seinen Mund bedecken, wenn er etwas zu einem anderen Spieler sagt?“, so Infantino. Man müsse in so einem Fall davon ausgehen, dass der Spieler auf dem Fußballplatz etwas gesagt hat, was er nicht gesagt haben sollte. Für Infantino ist die Sache klar: „Wenn man nichts zu verbergen hat, hält man sich beim Sprechen nicht den Mund zu. So einfach ist das.“
Die Ifab war mit dem Thema befasst, nachdem es im Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon zu einem mutmaßlichen Rassismus-Vorfall gekommen war. Lissabons Profi Gianluca Prestianni soll den Brasilianer Vinícius Júnior als „Affe“ bezeichnet haben. Der Benfica-Profi bestreitet das, er hatte sich in der Szene das Trikot vor den Mund gezogen.
Das Gremium, das am vergangenen Wochenende bereits einige weitreichende Regelreformen beschlossen hatte, arbeitet im Hintergrund an Maßnahmen für Fälle dieser Art. Infantino kündigte an, dass neue Bestimmungen schon bei der Fußball-WM im Sommer Anwendung finden könnten.










