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„Schindlers Liste“: Diesen Preis brachte die Rolle des Bösewichts mit sich
Aktualisiert am 01.03.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Spielbergs Drama „Schindlers Liste“ gehört zu den unvergessenen Kinohits der 1990er-Jahre. Schauspieler Ralph Fiennes begleitet seine Rolle noch heute.
Obwohl Regisseur Steven Spielberg für großes Blockbuster-Kino steht, gehört sein Geschichtsdrama „Schindlers Liste“ zu den wichtigsten Werken seiner Karriere. Basierend auf der Romanvorlage des australischen Schriftstellers Thomas Keneally, verfilmte Spielberg das bewegende Zeitdokument aus der Nazi-Zeit. Neben viel Feingefühl und Respekt vor den realen Geschehnissen verlangte der Dreh einem Cast-Mitglied besonders viel ab.
Als wohlhabender Industrieller erwirbt Oskar Schindler (Liam Neeson) in Krakau eine Emaillefabrik. Vor dem Hintergrund des sich anbahnenden Krieges lässt der Geschäftsmann Kriegsgeschirr herstellen, um Profit aus der schwierigen Situation zu schlagen. Zur Reduzierung der Arbeitskosten stellt er preiswerte jüdische Arbeitskräfte ein. Da ihre Arbeit kriegsrelevant ist, sind die Arbeiter vor der Auslieferung in die Konzentrationslager geschützt.
Als er Zeuge wird, welches Schicksal den deportierten Juden droht, bringt er sein eigenes Leben in Gefahr: Unter dem Deckmantel seiner Fabrik will er so viele Menschenleben wie möglich retten. Mit Courage und viel Mut setzt Schindler sein eigenes Leben aufs Spiel und rettet bis Kriegsende mehr als 1200 Juden vor dem sicheren Tod.
Selten gibt es Filme, die Publikum und Kritik gleichermaßen zutiefst bewegen. Der Blick auf das Bewertungsportal „Rotten Tomatoes“ zeigt, dass 98 Prozent der Presse und 97 Prozent der Zuschauer von Spielbergs „Schindlers Liste“ begeistert sind. Die Filmdatenbank „IMDb“ vergibt sogar 9 von 10 Sternen und vergab Platz 7 im Ranking der bestbewerteten Filme.
Die US-Organisation „American Film Institute“, die sich unabhängig zur Bewahrung des filmischen Erbes einsetzt, nahm „Schindlers Liste“ zudem in die Sammlung der 100 besten Filme der 100 letzten Jahre auf. Laut dem Branchenmagazin „Box Office Mojo“ spielte das Drama weltweit 322 Millionen US-Dollar ein.
„Schindlers Liste“ läuft heute, um 20.15 Uhr auf Kabel Eins. Wer den Film im TV verpasst, kann ihn alternativ bei Magenta TV streamen.
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Neben Liam Neeson als Oskar Schindler hinterlässt auch Schauspielkollege Ralph Fiennes in seiner Darstellung des Kommandanten Amon Göth bleibenden Eindruck. Die Figur ist an den realen Vorsteher des KZs Plaszow angelehnt, was Fiennes in der Rollenentwicklung an seine Grenzen brachte.
In einem Interview mit dem Online-Filmmagazin „slashfilm.com“ sagte er: „Ich glaube, für diese Rolle musste ich einen Preis zahlen. Wenn man drei Monate lang so intensiv ein derart negatives Verhalten untersucht, fühlt man sich irgendwie seltsam, weil man es vielleicht manchmal genossen hat und sich gleichzeitig ein wenig davon angewidert fühlt.“
Weiter sagt er: „Dieser Prozess, in die Rolle einzutauchen, wirft einfach alle möglichen Fragen auf. Fragen über das Schauspielern, über menschliches Verhalten, darüber, dass all das wahrscheinlich viel näher an der Oberfläche liegt, als wir glauben möchten.“











