Heuschnupfen lindern
Dieser Tee kann einen Versuch wert sein
Aktualisiert am 27.02.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 3 Min.
Fließschnupfen, Niesen und Halskratzen belasten Heuschnupfen-Betroffene. Ergänzend zur Allergietherapie kann Brennnesseltee einen Versuch wert sein.
Schätzungen zufolge ist etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung von Heuschnupfen betroffen. Viele sind ergänzend zur Allergietherapie auf der Suche nach sanften Hausmitteln, welche die Allergiesymptome lindern. Ein beliebter Tee ist Brennnesseltee. Welche Wirkung der Pflanze nachgesagt wird.
Laut dem Bundesministerium für Gesundheit hat in Industrieländern wie Deutschland etwa ein Viertel der Bevölkerung Heuschnupfen, auch allergischer Schnupfen oder allergische Rhinitis genannt.
Symptome wie Fließschnupfen, eine verstopfte Nase, Niesen, Halskratzen sowie tränende und juckende Augen plagen die Betroffenen. Verursacht werden die unangenehmen Beschwerden durch Pflanzenpollen in der Luft, beispielsweise von Bäumen und Gräsern.
Die allergischen Symptome sind die Folge einer Überreaktion des Immunsystems. Dieses reagiert irrtümlicherweise auf eigentlich harmlose Stoffe, in diesem Fall Pollen (Blütenstaub), mit Abwehr.
Bei Kontakt mit dem Allergen werden Antikörper aktiv und es kommt zur allergischen Reaktion. Infolge des Klimawandels blühen einige Pflanzen früher, länger und stärker. Von Heuschnupfen Betroffene haben zunehmend mit Symptomen zu kämpfen.
Heuschnupfen effektiv behandeln
Für die Behandlung von Heuschnupfen kommen verschiedene Medikamente zur Anwendung:
- Antihistaminika: Bei einer allergischen Reaktion setzt der Körper den Botenstoff Histamin frei. Histamin verursacht Niesen, tränende Augen und Hautausschlag. Antihistaminika unterdrücken diese Reaktionen.
- Kortikosteroide: Kortikosteroide enthalten das entzündungshemmende Hormon Kortison. Kortisonhaltige Sprays beispielsweise lassen die Schleimhäute abschwellen und lindern Beschwerden wie eine verstopfte Nase.
- Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten: Diese Medikamente blockieren Leukotriene. Das sind Botenstoffe, die eine wichtige Rolle bei der Entzündungsreaktion in den Atemwegen spielen.
- Chromone: Die Mastzellen-Stabilisatoren verhindern die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen. Das wirkt allergischen und entzündlichen Reaktionen entgegen.
- Abschwellende Nasentropfen und -sprays: Sogenannte Dekongestiva lassen die Schleimhäute in der Nase und in den Nasennebenhöhlen abschwellen, was die Nasenatmung erleichtert. Sie sind allerdings nicht zur Dauertherapie geeignet. Eine Alternative können salzhaltige Nasensprays und Nasenduschen sein, die ebenfalls eine sanft abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute haben.
Eine Therapieform, die direkt an der Ursache von Heuschnupfen ansetzt, ist die sogenannte Hyposensibilisierung (allergenspezifische Immuntherapie). Die Hyposensibilisierung ist laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB) zufolge derzeit die einzige Therapieform, die bei Allergien bei langfristiger Anwendung einen andauernden Therapieerfolg verspricht.
Während der Therapie, die mindestens drei Jahre dauert, werden Betroffene in geringer Dosierung immer wieder mit den allergieauslösenden Stoffen in Kontakt gebracht. Das Ziel ist, das Immunsystem an die Allergene zu gewöhnen und dadurch die Symptome zu lindern. Die Therapiepräparate können in Form von Spritzen, Tabletten oder Tropfen verabreicht werden.
Eine ähnliche Wirkweise gegen Heuschnupfen wird dem Hausmittel Brennnesseltee zugesagt. Wer den Tee trinkt, soll das Immunsystem „abhärten“ und die Symptome lindern können, so die Idee. Bislang gibt es keine belastbaren Belege für eine Wirksamkeit und auch die Fachgesellschaften empfehlen Brennnesseltee nicht zur Behandlung von Heuschnupfen. Dennoch gibt es Betroffene, die von einer Linderung berichten. Ebenso gibt es Laboruntersuchungen, die auf eine antientzündliche und antihistaminerge Wirkung hindeuten.
In der Naturheilkunde kommt die Brennnessel zum Beispiel als Heilpflanze bei Harnwegsinfektionen und rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. Sie gilt als stoffwechselanregend, blutreinigend, harntreibend (entwässernd) und antibakteriell. Einen Versuch kann der Brennnesseltee auch gegen Heuschnupfen wert sein.
Allerdings sollte eine Einnahme zuvor mit dem behandelnden Allergologen oder der Allergologin abgesprochen werden. Wenn von ärztlicher Seite nichts gegen den Tee aus getrockneten Brennnesselblättern spricht, kann er bei leichten Beschwerden ergänzend zur ärztlichen Heuschnupfentherapie getestet werden.











