Asiatische Firmen haben ihre Investitionstätigkeit in Deutschland in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Größtenteils handelt es sich hierbei um Investoren aus China und Indien. Doch nicht nur in diesen beiden riesigen Ländern passiert derzeit viel. Bei der Bundeswirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) ist Achim Hartig für die Gewinnung von Investoren nach Deutschland zuständig. Er erklärt in unserem Interview, welche Länder und Branchen besonders wichtig sind – und wie Deutschland davon profitieren kann.
Herr Hartig, welche Rolle spielen Investitionen aus Asien für die deutsche Wirtschaft?
Wichtig und relevant sind vor allem Länder, die Deutschland ähneln oder besonders gut ergänzen. Ich spreche hier vor allem von Japan, aber auch von Südkorea und Singapur, die einen Großteil der sogenannten Greenfield-Investitionen ausmachen – Investitionen in völlig neue Produktionsanlagen oder Niederlassungen. Investoren aus diesen Ländern haben eines gemeinsam: Sie investieren grundsätzlich in den Technologiesektor. Das ist für Deutschland sinnvoll, weil wir versuchen, Investoren zu gewinnen, die Lücken in Wertschöpfungsketten – etwa in der Batterieproduktion – schließen und die deutsche Wirtschaft in Bereichen wie Energieerzeugung, Transport und Speicherung widerstandsfähiger machen. Gleichzeitig wollen wir auch den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bei Investitionen aus Asien fördern. Dazu sprechen wir mit High-Tech-Firmen und versuchen, asiatische Unternehmen davon zu überzeugen, ihre Forschung und Entwicklung nach Deutschland zu verlagern. Dies tun wir insbesondere mit Firmen aus Japan.










