Illegale Wetten
Ex-Bundesliga-Profi verzockt eine Million Euro
25.02.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein ehemaliger Bundesligaspieler hat jahrelang auf Spiele seiner eigenen Liga gewettet – trotz klarem Verbot. Er vermutet, dass er kein Einzelfall ist.
Ein ehemaliger Bundesligaprofi hat über Jahre hinweg gegen das Wettverbot des DFB und der DFL verstoßen und dabei nach eigenen Angaben rund eine Million Euro verloren. Im Interview mit dem „Stern“-Magazin berichtet der anonym bleibende Ex-Spieler, dass er regelmäßig auf Spiele seiner eigenen Liga setzte und schätzt, dass in jedem seiner Teams mehrere Mitspieler ähnlich handelten.
Der Spieler beteuert, nie auf eigene Partien gewettet zu haben. „Ohne vorher einen Wettschein gekauft zu haben, haben mich viele Spiele nicht mehr gekickt. Richtigen Spaß hatte ich nur noch, wenn ich gewettet habe“, sagte er dem „Stern“.
Seine Wettsucht begann bei Pokerabenden mit Teamkollegen. Mit steigendem Gehalt wuchsen auch die Einsätze. Gegen Ende seiner Karriere platzierte er „an rund 25 von 34 Bundesligaspieltagen pro Saison“ Wetten.
Besonders brisant ist seine Einschätzung zur Verbreitung des Problems: „In jedem Team, in dem ich war, kannte ich Spieler, die wetten“, erklärte der Ex-Profi. Er schätzt, dass „vermutlich zwei bis drei pro Mannschaft“ ebenfalls auf Fußballspiele setzten.
Die Wetten liefen über inoffizielle, auf Sportler zugeschnittene Plattformen und Mittelsmänner. Die Abrechnung erfolgte teilweise in bar. Trotz zeitweise hoher Gewinne von „manchmal 30.000 oder 40.000 Euro an einem Spieltag“ habe er „am Ende immer draufgelegt“.
Das Wettverbot für aktive Spieler soll Interessenkonflikte und den Anschein möglicher Manipulationen verhindern. Bei Verstößen drohen empfindliche Sanktionen bis hin zu langen Spielsperren oder arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Dennoch überwog für den Ex-Profi der Reiz: „Der Adrenalinkick war immer da.“










