Immer weniger Einwohner
So stark schrumpft Niedersachsen bis 2045
Aktualisiert am 24.02.2026 – 23:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Niedersachsen könnte laut Statistikamt ein Bevölkerungsrückgang drohen – doch nicht überall. Wo im Land Verluste erwartet werden und wo nicht.
Nach einer Berechnung des Landesamts für Statistik könnten bis 2045 rund 435.000 Personen weniger in Niedersachsen leben als heute. Das entspricht einem Rückgang von 5,4 Prozent. Ende 2024 hatte das Bundesland rund acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
Es handelt sich bei den Berechnungen nicht um eine exakte Vorhersage, wie die Behörde mitteilte. Demnach spielen die Fachleute verschiedene „Wenn-Dann“-Szenarien durch und treffen Annahmen zur Geburtenrate, Lebenserwartung sowie zur Zu- und Abwanderung. Insgesamt wurden drei Varianten berechnet, die die mögliche Spannbreite bis 2045 zeigen. Die vom Landesamt vorgestellten Zahlen basieren dabei auf der mittleren Variante.
Besonders stark von dem Bevölkerungsrückgang betroffen ist der Südosten des Landes. In der Region Braunschweig könnte die Bevölkerung bis zum Jahr 2045 um rund 120.000 Menschen schrumpfen. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Landkreis Göttingen aus.
Dort könnten im Jahr 2045 rund 55.000 Menschen weniger leben als Ende 2024. Das wäre ein Minus von 17 Prozent. Ebenfalls kräftige Rückgänge werden für den Heidekreis und den Landkreis Holzminden prognostiziert.
Es gibt auch Regionen, die vergleichsweise stabil bleiben. In den Landkreisen Ammerland, Peine und Gifhorn wird nur ein leichter Rückgang erwartet. In Ganderkesee und Nordhorn wird mit einem kleinen Bevölkerungsplus gerechnet.
Insgesamt zeigen sich der Berechnung zufolge in Regionen im Einzugsgebiet der Städte Hannover und Wolfsburg sowie den Küstenregionen geringere Bevölkerungsverluste, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt. In die Berechnung einbezogen wurden alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen sowie größere Städte mit rund 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und deren jeweiliges Umland. Insgesamt wurden so 89 einzelne Gebiete betrachtet.










