Heimspiel gegen Rostock
Umstrittener Elfmeter: 1860 feiert zweiten Sieg in Folge
Aktualisiert am 22.02.2026 – 18:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Münchner „Löwen“ feiern gegen Hansa Rostock einen wichtigen Sieg. Das einzige Tor des Tages fällt vom Elfmeterpunkt. Der Pfiff des Schiedsrichters ist allerdings umstritten.
Geht da vielleicht doch noch einmal etwas in Sachen Aufstieg? Nach dem Erfolg in der Vorwoche bei Abstiegskandidat TSV Havelse hat 1860 München am Sonntagnachmittag zu Hause nachgelegt. Beim 1:0 im Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock fuhren die „Löwen“ dank eines Treffers von Thore Jacobsen den zweiten Dreier in Serie ein. Zuvor war die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski zum Rückrundenauftakt viermal sieglos geblieben.
In einer intensiven ersten Hälfte vor 15.000 Zuschauern im wie immer ausverkauften Grünwalder Stadion schenkten sich beide Klubs nichts, wirkliche Torchancen waren allerdings Mangelware. Kurz nach der Halbzeit durften die „Löwen“-Fans dann jubeln. Nach einem Handspiel von Ahmet Gürleyen zeigte Schiedsrichter Luca Jürgensen auf den Elfmeterpunkt – zum Entsetzen der Gäste von der Ostsee.
Tatsächlich hatte der Rostocker den Arm beim Schuss von David Philipp am Körper und bekam den Ball in der Drehung an den Ellbogen. Der Situation vorausgegangen war zudem ein vermeintliches Foulspiel von Stürmer Sigurd Haugen an Hansa-Verteidiger Jan Mejdr. Kapitän Jacobsen war’s egal. Er verwandelte den Handelfmeter in der 48. Minute per Panenka, chippte den Ball frech in die Mitte.
„Sechzigs“ Trainer Markus Kauczinski konnte den Ärger der Gäste nach der Partie nachvollziehen. „Ich hätte mich wahrscheinlich auch aufgeregt“, sagte er am Mikrofon von MagentaSport. Die Situation zwischen Haugen und Mejdr bewertete er zwar als „normalen Zweikampf“. Beim Elfmeterpfiff gab er aber zu: „Kann man geben, muss man nicht. Aber so eine Situation wird nun mal gepfiffen.“
Mit der Führung im Rücken wurden die Gastgeber immer mutiger, spielten schnell und zielstrebiger nach vorn, ohne Torhüter Benjamin Uphof jedoch ernsthaft zu prüfen. Vor allem der Ex-Rostocker Sigurd Haugen machte immer wieder Alarm. Durch den ersten Sieg gegen Hansa seit 16 Jahren belegt „Sechzig“ in der Tabelle mit nun 39 Punkten den achten Platz. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt sechs Zähler.
Angesprochen auf mögliche Aufstiegsträume sagte Siegtorschütze Jacobsen nach Abpfiff: „Wenn wir so weitermachen, können wir auf jeden Fall weiter träumen. Die nächsten Wochen werden entscheidend.“ Etwas zurückhaltender gab sich sein Coach. „Es geht nicht um Träume, es geht um harte Arbeit. Wir haben die letzten beiden Spiele gewonnen, sind ein bisschen rangerückt. Aber es ist ein langer, weiter Weg“, erklärte Kauczinski.









