Diese Veränderung, so Malinin, sei unmittelbar eingetreten, nachdem er seine Kür beendet und den perplexen Schaidorow umarmt habe. „Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass ich durch diese Olympischen Spiele sehr viel älter geworden bin“, sagte der junge Mann aus Virginia.
Als Malinin schließlich am vergangenen Samstagabend um 22.02 Uhr ein weiteres Mal das olympische Eis betrat, das so grausam zu ihm gewesen ist, standen keine Medaillen auf dem Spiel. Zu den Klängen des Songs „Fear“ (Angst) zeigte er sein Galaprogramm.
Malinin mimte das Scrollen auf dem Handy, zuckte unter unsichtbaren Blitzlichtern zusammen, duckte sich, zog die Kapuze tief ins Gesicht. Schrille Töne durchzogen die Musik. Dann die Geste, als setze er Kopfhörer auf. Mit einem Mal: Stille. Und dann waren sie wieder da: seine berühmten vierfachen Sprünge.
„Diese Botschaft, dieses Programm und dieses Lied haben mich wirklich angesprochen. Sie spiegeln genau wider, wie ich mich im letzten Jahr vor diesen Olympischen Spielen gefühlt habe“, erklärte Malinin später. „Es gab so viel Druck, so viele Zweifel und alles um mich herum, der Lärm in den Medien, die Menschen, das Umfeld. Es war einfach überwältigend.“
In den jüngsten Kommentaren und Beiträgen in sozialen Medien hat Malinin angedeutet, dass er künftig mehr über mentale Gesundheit und den Umgang mit Druck sprechen möchte. Mit seinem Galaprogramm, mit dem er sein erstes Olympia-Kapitel schloss, machte er einen Anfang.










