Es geschah ohne Vorwarnung und ohne Grund: Am 24. Februar 2022 marschierte Russland mit Panzern, Artillerie, Kampfflugzeugen und Zehntausenden Soldaten in die Ukraine ein – ein Angriffskrieg gegen einen demokratischen und souveränen Staat. Die vergangenen Wintermonate haben noch einmal deutlich gemacht, wie sehr insbesondere die ukrainische Zivilbevölkerung unter den Folgen des Krieges gelitten hat. Fast täglich kommt es zu massiven Drohnen- und Raketenangriffen, die vor allem auf die Energieinfrastruktur der Ukraine abzielen. Zehntausende Menschen haben die besonders stark betroffene Hauptstadt Kiew verlassen.
Nach Angaben der Menschenrechtsüberwachungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (OHCHR) wurden zwischen Kriegsbeginn und Ende 2025 mehr als 14.500 Zivilisten – darunter über 760 Kinder – bei russischen Angriffen und Massakern getötet. Zahlen des Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington zeigen, dass bis Anfang 2026 rund zwei Millionen Menschen durch den Krieg getötet, verletzt oder vermisst wurden. Und es gibt kein Ende Anblick.
Umfangreiche Unterstützung
Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte Ende Januar 2026 vor dem Bundestag, dass Deutschland Maßnahmen ergreifen müsse, um seine eigene Sicherheit zu gewährleisten und seine Abhängigkeiten zu verringern. Dazu gehöre auch, „die Ukraine weiterhin in ihrem Kampf für die Freiheit in Europa zu unterstützen“. Nur drei Tage nach Kriegsausbruch verkündete der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz eine „Zeitenwende“ in der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik, kündigte einen Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr an und sicherte der Ukraine umfassende Unterstützung zu. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte im Februar 2026 in Brüssel: „Russland hat seine Strategie in keiner Weise geändert. Deshalb müssen wir planen, unsere Unterstützung über Jahre hinweg fortzusetzen.“
Deutschland leistet politische, finanzielle, militärische und humanitäre Unterstützung:
- Bis Mitte Februar 2026 leistete Deutschland bilaterale zivile Unterstützung im Gesamtwert von 39 Milliarden Euro, während die militärische Unterstützung rund 55 Milliarden Euro betrug.
- Dazu gehören Panzer, Luftverteidigungssysteme, Artillerie, Munition, Ausbildung und Nachschub. Geliefert wurden unter anderem Kampfpanzer Leopard 2 und Leopard 1, Infanterie-Kampffahrzeuge Marder, Patriot- und IRIS-T-Systeme.
- Seit Kriegsbeginn hat die Bundeswehr rund 24.000 ukrainische Soldaten ausgebildet.
- Darüber hinaus beteiligt sich Deutschland an der europäischen Munitionsinitiative, die darauf abzielt, die Ukraine kontinuierlich mit Artilleriemunition zu versorgen.










