„Brutaler Torpedo“
Riesiger Wels aus Bodensee gezogen
21.02.2026 – 03:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Prachtexemplar ist einem Fischer am Bodensee an den Haken gegangen. Er hatte Mühe, ihn ins Boot zu ziehen.
Ein Berufsfischer aus Österreich hat im Bodensee einen außergewöhnlichen Fang gemacht. Franz Blum hatte einen Riesenwels am Haken, der 260 Zentimeter lang war. Es sei der größte gewesen, den er jemals gefangen habe, sagte er dem Sender ORF. Auf Facebook schrieb er von einem „brutalen Torpedo“, der ihm an die Angel gegangen sei. Er habe ihn nur mit Mühe ins Boot ziehen können, sagte er.
Der Fisch habe 109 Kilogramm auf die Waage gebracht, das Alter wird auf etwa 45 Jahre geschätzt. Die Fische können bis zu 80 Jahre alt werden. Er habe bereits vor einigen Jahren ein ähnliches Prachtexemplar gefangen, das jetzt als Ausstellungsstück in seinem Laden hängt, sagte er.
Er geht davon aus, dass die Welse im Bodensee immer größer werden. Grund sei die hohe Nahrungsaufnahme wegen der warmen Wintertemperaturen. Erst wenn das Wasser unter acht Grad ist, sagte er auf Facebook, würden sie weniger fressen. Vorher habe man solche „U-Boote“ nur von den Flüssen Po und Ebro in Italien gekannt.
Der Wels ist der größte Fisch im Bodensee und der größte Süßwasserraubfisch in Europa. Er kann bis zu drei Meter lang und über 100 Kilogramm schwer werden. Er ist ein anpassungsfähiger, nachtaktiver Grundfisch mit ausgeprägtem Geruchs- und Tastsinn, der sich „von allem ernährt, was ihm vors Maul schwimmt“, so Blum. Man habe auch schon Enten und Mäuse im Magen von Welsen gefunden.
Seinen Fang hat er aber diesmal nicht präpariert, sondern filetiert und an seine Kunden verkauft. Welsfleisch gilt als weich und schmackhaft und wird in vielen Spitzenrestaurants angeboten.










