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Nexfibre, das britische Vollfaser-Breitbandunternehmen, das von InfraVia, Liberty Global und Telefónica unterstützt wird, wird den alternativen Netzwerkanbieter Netomnia kaufen.
Laut einer Ankündigung vom Mittwoch wird die Muttergesellschaft von Netomnia, Substantial Group, durch den vereinbarten Deal mit 2 Milliarden Pfund (2,3 Milliarden Euro) bewertet und es wird erwartet, dass das Unternehmen rund 3,5 Milliarden Pfund (2,3 Milliarden Euro) an internationalen Investitionen in das Vereinigte Königreich anlocken wird.
Die Aktien von Liberty Global werden nach der Ankündigung um über 10 % höher gehandelt. Was die beiden anderen Unternehmen betrifft, aus denen sich Nexfibre zusammensetzt, ist InfraVia nicht börsennotiert und Telefónica hat keine große Bewegung gesehen, da es im Tagesverlauf um etwa 1 % gefallen ist.
Der Schritt konsolidiert zwei der glaubwürdigeren unabhängigen Glasfaserbetreiber im Großhandelsbereich und stärkt die Position des Marktes als Top-Investitionsoption für langfristige Infrastruktur in einer schwierigen Zeit für den alternativen Netzwerkanbietersektor.
Steigende Baukosten, sich überschneidende Rollout-Footprints und strengere Kreditbedingungen haben kleinere Betreiber unter Druck gesetzt. Allerdings hat Neomnia eine bedeutende Vollfaser-Präsenz in mittelgroßen Städten außerhalb der großen städtischen Zentren aufgebaut.
Durch die Zusammenlegung mit Nexfibre erhält das zusammengeschlossene Unternehmen eine größere geografische Reichweite und finanzielle Schlagkraft.
Analysten haben schon seit einiger Zeit mit einer Marktbereinigung unter den britischen Altnets gerechnet. Diese Akquisition deutet darauf hin, dass der Prozess nun in vollem Gange ist und das Kapital auf Plattformen konsolidiert wird, die groß genug sind, um langfristige Bauprogramme zum Abschluss zu bringen.
Der Deal unterliegt noch der behördlichen Genehmigung.










