Shoppen in der Innenstadt
Kommen Filialen von Uniqlo, Primark und Co. bald nach Nürnberg?
Aktualisiert am 16.02.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Viele Ketten, die in anderen Städten große Filialen betreiben, fehlen in Nürnberg. An mangelndem Interesse liegt das nicht, sagt das Wirtschaftsreferat.
Primark, Bershka, Pull & Bear oder Uniqlo – viele vermissen Läden dieser Ketten in Nürnberg. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagte Wirtschaftsreferentin Andrea Heilmaier (CSU), dass sich gerade junge Leute diese Filialen in der Nürnberger Innenstadt wünschen würden.
Gleichzeitig würden auch viele der Ketten gerne eine Filiale in Nürnberg eröffnen – das scheitere aber häufig daran, dass es keine passenden Flächen gebe, sagte Heilmaier. Gleichzeitig stehen in der Breiten Gasse zahlreiche Läden leer, dort liegt die Leerstandsquote laut Zahlen der Stadt bei rund 14 Prozent. Wie passt das zusammen?
Der Teufel stecke häufig im Detail, hieß es bei der Pressekonferenz der „Zukunftsinitiative Innenstadt“, einer eigenen Abteilung im Wirtschaftsreferat, dazu weiter. Die begehrteste Lage in der Nürnberger Innenstadt sei die Karolinenstraße. Viele Unternehmen, vor allem größere Ketten, würden deshalb gerne genau dort eine Filiale eröffnen, erklärte Heilmaier.
In der Karolinenstraße gebe es allerdings faktisch keine Flächen – dort liege die Leerstandsquote nämlich seit Jahren bei null. In der Breiten Gasse, wo theoretisch genügend Verkaufsflächen zur Verfügung stehen, gibt es im Gegensatz zur Karolinenstraße vorwiegend kleinere, lang gezogene Läden. Das sei für viele Unternehmen ein Problem, erklärte Monika Dönnhöfer von der „Zukunftsinitiative Innenstadt“.
„Vor allem größere Ketten suchen große Flächen mit vielen Schaufenstern im Erdgeschoss“, sagte Dönnhöfer weiter. Firmen aus dem „Fast-Fashion-Segment“, die Mode zu vergleichsweise niedrigen Preisen in hohen Stückzahlen anbieten, hätten oft ein festes Konzept für ihre Filialen. Nur Läden mit Verkaufsflächen zwischen 800 und 2.000 Quadratmetern würden für diese infrage kommen.
Wenn es keine exakt passenden Immobilien gebe, komme es auch nicht zu Neueröffnungen, betonten Dönnhöfer und Heilmaier. Daran könne auch die Stadtverwaltung nichts ändern. Einzig die Eigentümer der Immobilien hätten Handlungsspielräume – etwa indem sie durch einen Umbau mehrere kleinere Läden zu einem großen verbinden, sagte Heilmaier.










