Bis zur Rente
Wie Sie für Ihr Kind 4,8 Millionen Euro zurücklegen
16.02.2026 – 15:26 UhrLesedauer: 3 Min.
Wer das Kindergeld clever anlegt, kann damit ein Millionenvermögen aufbauen. Eine Rechnung des Vergleichsportals Verivox zeigt, wie stark der Zinseszinseffekt wirkt.
Seit Jahresbeginn bekommen Familien in Deutschland mehr Kindergeld: Pro Kind überweist der Staat nun monatlich 259 Euro. Was nach einem überschaubaren Betrag klingt, kann über Jahrzehnte zu einem echten Vermögen anwachsen, wenn das Geld richtig angelegt wird. Eine Modellrechnung des Vergleichsportals Verivox zeigt: Wer das Kindergeld konsequent investiert, kann seinem Nachwuchs theoretisch sogar ein Millionenpolster ermöglichen.
Das geht, wenn Eltern das monatliche Kindergeld vom ersten Lebensjahr an vollständig in einen ETF-Sparplan investieren. Bis zum 18. Geburtstag würden so insgesamt rund 70.800 Euro eingezahlt.
Durch Rendite und Zinseszinseffekt würde das Depot in diesem Zeitraum jedoch deutlich stärker wachsen: Nach 18 Jahren läge das angesparte Vermögen bereits bei rund 139.000 Euro.
Grundlage der Berechnung ist eine angenommene jährliche Rendite von 7,5 Prozent. Diese entspricht laut Verivox der historischen Durchschnittsrendite des Weltaktienindex MSCI World – abzüglich marktüblicher ETF-Kosten. Zudem wird berücksichtigt, dass das Kindergeld in den vergangenen 25 Jahren im Schnitt jährlich um 2,7 Prozent gestiegen ist. In der Modellrechnung erhöht sich deshalb auch der Sparbetrag jedes Jahr entsprechend.
Besonders beeindruckend wird die Rechnung, wenn das Geld nach dem 18. Geburtstag nicht ausgegeben wird. Bleibt das Depot unangetastet, könnte es sich allein durch die Rendite über Jahrzehnte vervielfachen.
Schon im Alter von 30 Jahren läge das Depot dann bei rund 331.000 Euro. Nach 50 Jahren wären es etwa 1,4 Millionen Euro. Bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren könnte das Vermögen sogar auf rund 4,8 Millionen Euro anwachsen. Selbst nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag blieben den Berechnungen zufolge noch etwa 3,9 Millionen Euro.
„Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft vor allem bei langen Anlagezeiträumen“, sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. „Wer früh beginnt, verschafft seinem Kind eine außergewöhnlich solide finanzielle Ausgangsbasis. Der Nachwuchs selbst muss dann nur noch so diszipliniert sein, das angelegte Geld unangetastet für sich arbeiten zu lassen.“
Die Rechnung zeigt außerdem: Die Millionengrenze würde demnach bereits im Erwerbsleben überschritten. Verivox zufolge wäre es im Laufe des 46. Lebensjahres so weit. Vorausgesetzt, es wird kein Geld aus dem Depot entnommen.










