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Home » Papierfabrik Hainsberg nach 188 Jahren zum dritten Mal insolvent
Wirtschaft

Papierfabrik Hainsberg nach 188 Jahren zum dritten Mal insolvent

MitarbeiterBy MitarbeiterFebruar 12, 2026
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Papierfabrik Hainsberg nach 188 Jahren zum dritten Mal insolvent

Nach 188 Jahren

Traditionsreiche Papierfabrik zum dritten Mal insolvent

12.02.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 1 Min.

Vergrößern des Bildes

Blick auf die Papierfabrik Hainsberg GmbH. (Quelle: Papierfabrik Hainsberg)

Die Papierfabrik Hainsberg aus Sachsen hat erneut einen Insolvenzantrag gestellt – zum dritten Mal in neun Jahren. Für die Mitarbeiter ist die Zukunft ungewiss.

Die Papierfabrik Hainsberg GmbH aus Freital in Sachsen hat zum dritten Mal seit 2017 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Dresden bestellte Anfang Februar Susanne Berner zur vorläufigen Insolvenzverwalterin für den 188 Jahre alten Recyclingpapier-Hersteller. Betroffen sind 85 Mitarbeiter.

Erst im Sommer 2024 hatte das Unternehmen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Eigenverwaltung abgeschlossen, die den Betrieb retten sollten. Das erste Mal war die Firma im Jahr 2017 in die Insolvenz gerutscht.

Ein Unternehmenssprecher erklärte der „Bild“, dass die vorläufige Insolvenzverwalterin derzeit prüfe, ob eine Zahlung von Insolvenzgeld durch die Bundesagentur für Arbeit möglich sei.

Der 1838 gegründete Traditionsbetrieb hat sich auf die Herstellung von Druck-, Büro- und Verpackungspapieren aus Altpapier spezialisiert. Mehr als die Hälfte der Produkte wird in europäische Länder exportiert. Aktuell führt die Insolvenzverwalterin Gespräche mit wichtigen Kunden und Lieferanten, um über eine mögliche Fortführung des Geschäftsbetriebs zu entscheiden.

Wegen der Gründe für die erneute Insolvenz verwies ein Unternehmenssprecher auf eine „tiefgreifende Strukturkrise“ der deutschen Papierindustrie. „Die Papierbranche steht unter massivem Druck durch hohe Produktionskosten, wie etwa erhöhte Energie- und Personalkosten, und kämpft gegen einen deutlichen Rückgang der Nachfrage“, sagte der Sprecher der „Bild“ weiter.

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