Sexualstraftäter zu Kinderschutz-Gala eingeladen
Königin Silvia und Madeleine stehen in Verbindung mit Epstein-Akten
12.02.2026 – 14:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Akten um Jeffrey Epstein werfen immer mehr neue Fragen auf – auch in Europa. Nun rücken weitere Mitglieder der schwedischen Königsfamilie in den Blick.
Im Zuge der umfangreichen Unterlagen zum verurteilten Sexualstraftäter tauchen mehrere royale Namen auf. Neben Sofia von Schweden, die eigenen Angaben zufolge einige Male Kontakt zu Epstein hatte und sich dafür öffentlich entschuldigte, werden nun auch ihre Schwiegermutter Königin Silvia und deren Tochter Prinzessin Madeleine in einer Randnotiz erwähnt.
Konkret geht es um eine Benefizveranstaltung der „World Childhood Foundation“ aus dem Jahr 2015. Wie das „Gala“-Magazin unter Berufung auf die dänische Bild- und Nachrichtenagentur „Dana Press“ berichtet, solle Epstein auf der Gästeliste der Gala gestanden haben, bei der die Ehefrau von König Carl Gustaf und ihre Tochter als Gastgeberinnen aufgetreten seien. Die Stiftung wurde 1999 von Königin Silvia gegründet. Auf der offiziellen Website heißt es, Ziel sei der „Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung“. Auch Prinzessin Madeleine engagiert sich dort seit Jahren und macht auf Gewalt gegen Kinder aufmerksam.
Epstein war zum Zeitpunkt der Einladung bereits ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich unter anderem an 14-Jährigen vergangen hatte. 2005 war Epstein mit den Vorwürfen konfrontiert worden, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Er bekannte sich schuldig und wurde 2008 verurteilt. Nach 13 Monaten Haft kam er vorzeitig frei. Nach aktuellem Stand scheinen zahlreiche seiner Opfer auch im Kindesalter gewesen zu sein.
Den Berichten zufolge soll Epstein auf die Einladung zur Gala im Jahr 2015 lediglich mit einem knappen „nope“ reagiert und nicht teilgenommen haben. Die entsprechende Anfrage sei zudem nicht direkt von Silvia oder Madeleine ausgegangen, sondern von dem ehemaligen Model Eva Dubin.
Für Prinzessin Madeleine ist es nicht die erste Erwähnung in diesem Zusammenhang. Sie wurde 2020 in dem Buch „Controversy: Sex, Lies and Dirty Money By The World’s Powerful Elite“ von Ian Halperin genannt. Wie der Autor auch in einem Gespräch mit dem schwedischen Medium „Svensk Dam“ behauptet, soll Epstein nach einer Begegnung großes Interesse an ihr gezeig haben. „Als Madeleine in New York lebte, sagte er, Prinzessin Madeleine sei die sexieste Königin der Welt. Er war besessen von ihr“, so Halperin. Er soll sich auch über Dritte bemüht haben, Kontakt zu ihr aufzubauen. Belege dafür wurden jedoch nie veröffentlicht.











