Nicht nur Darmprobleme
So vielfältig können die Symptome bei Morbus Crohn sein
Aktualisiert am 10.02.2026 – 16:57 UhrLesedauer: 4 Min.
Zwar ist Morbus Crohn eine Darmerkrankung. Symptome treten aber oft auch außerhalb des Darms auf. Erfahren Sie, wie variabel die Beschwerden sein können.
Morbus Crohn zählt, ebenso wie die Colitis ulcerosa, zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (kurz: CED). Beide Krankheiten verursachen teils sehr ähnliche Symptome, die typischerweise in Schüben kommen und gehen (beziehungsweise sich abwechselnd verstärken und abschwächen).
Verantwortlich für die Beschwerden sind immer wieder neu aufflammende Entzündungen im Verdauungstrakt. Während bei der Colitis ulcerosa üblicherweise nur der Dickdarm entzündet ist, können die Entzündungen bei Morbus Crohn über den gesamten Verdauungstrakt verteilt sein. Dessen Symptome sind daher vielgestaltiger und treten eher auch außerhalb des Darms auf.
Häufig entwickelt sich Morbus Crohn schleichend. Die Symptome sind oft so allgemeiner Natur, dass sie anfangs leicht unbeachtet bleiben oder fehlgedeutet werden können. Woran lässt sich die Darmerkrankung erkennen?
Morbus Crohn kann verschiedene Symptome innerhalb des Verdauungstrakts auslösen, die entweder allein oder in Kombination auftreten. Welche das im Einzelnen sind, hängt vor allem davon ab, wo genau die Entzündungen liegen. Grundsätzlich kann jede Stelle zwischen Mund und After betroffen sein, doch hauptsächlich entzündet sich der Darm im Übergangsbereich vom Dünndarm zum Dickdarm.
Daher sind chronischer Durchfall und Bauchschmerzen die häufigsten Symptome von Morbus Crohn. Zu Blut im Stuhl kommt es dabei meist nicht. Die Schmerzen sind oft im rechten Unterbauch zu spüren und können mit einer leicht erhöhten Körpertemperatur einhergehen, ähnlich wie bei einer Blinddarmentzündung.
Diese Beschwerden sind manchmal so stark, dass sich der normale Alltag kaum noch bewältigen lässt. Doch aufgrund des schubförmigen Verlaufs von Morbus Crohn gehen die Symptome von selbst wieder zurück, sodass die Betroffenen zeitweise völlig oder weitgehend beschwerdefrei sind.
Daneben sind viele weitere entzündlich bedingte akute Beschwerden möglich. Dazu zählen ein schmerzhafter, teils mit Krämpfen verbundener Stuhl- oder Harndrang, Verstopfung, ein Blähbauch sowie Übelkeit und Erbrechen. Schwere Entzündungen können bei Morbus Crohn zudem Symptome auslösen, die den ganzen Körper betreffen: nämlich Fieber und Schüttelfrost.
Mit der Zeit kann es in den entzündeten Bereichen zu Verwachsungen kommen. Solche sogenannten Konglomerattumoren bilden sich bei Morbus Crohn überwiegend im rechten Unterbauch. Typisches Anzeichen hierfür ist eine tastbare derbe Verhärtung.
Oft verursachen die Entzündungen bei Morbus Crohn auch Symptome am After oder rund um ihn herum, besonders in Form von Fisteln: Solche Analfisteln sind krankhafte röhrenförmige Verbindungen zwischen dem letzten Darmabschnitt vor dem After und der Haut. Sind sie mit Bakterien infiziert, können abgekapselte Eiteransammlungen (Abszesse) am Darmausgang entstehen.











