Mitglied der „Hammerbande“
Ungarischer Richter verhängt Gefängnisstrafe für Maja T.
Aktualisiert am 04.02.2026 – 14:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Die non-binäre Person Maja T. soll mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest angegriffen haben. Jetzt hat das Stadtgericht in Ungarn ein Urteil gefällt.
Maja T. ist in Budapest zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das gab der Richter bei der Verlesung des Urteils im Budapester Stadtgericht bekannt. Als Mitglied der linksextremen „Hammerbande“ in Deutschland war T. wegen Gewalttaten gegen mutmaßliche Rechtsextremisten angeklagt.
Die ungarische Staatsanwaltschaft warf T. versuchte lebensbedrohende Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. T. soll an tätlichen Angriffen von militanten Linken auf mutmaßliche Rechtsextremisten im Februar 2023 in Budapest beteiligt gewesen sein. Die Anklage hatte zuvor 24 Jahre Gefängnis für T. gefordert.
Rund 20 deutsche und andere mutmaßliche Linksextremisten hatten zwischen dem 9. und 11. Februar 2023 an fünf Stellen der ungarischen Hauptstadt Menschen mit Teleskopschlagstöcken, Gummihämmern und Pfefferspray angegriffen, unter ihnen ein deutsches Paar. Von ihren Opfern nahmen die Angreifer an, dass sie am sogenannten „Tag der Ehre“ teilgenommen hatten, einem jährlichen SS-Gedenken, das die Behörden in Budapest tolerieren. Bei den meist brutal durchgezogenen Angriffen sollen neun Menschen verletzt worden sein, vier von ihnen schwer.
Die Staatsanwaltschaft warf Maja T. die Beteiligung an zwei dieser Angriffe vor. T. selbst nahm im Prozess zu den Vorwürfen nicht Stellung.
Der Fall hatte in Ungarn für großes Aufsehen gesorgt. Der rechtspopulistische Ministerpräsident Viktor Orbán und andere Regierungsmitglieder hatten wiederholt eine harten Bestrafung verlangt. Orbán stufte die „Antifa-Gruppierung“ außerdem als Terrororganisation ein.










