Er halte das für ein „sehr gutes Ergebnis“, sagte Rutte und schob nach: „Es gibt noch viel zu tun.“ Man habe vereinbart, an der Frage zu arbeiten, was die Nato gemeinsam zum Schutz der gesamten Arktisregion beitragen könne. Es gebe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des Nato-Gebiets zu schützen.
Die Frage, ob der Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, den Trump zuvor verkündet hatte, vorsehe, dass die weitgehend autonome Arktisinsel weiterhin zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehöre, beantwortete Rutte nicht abschließend. Das Thema sei in seinen Gesprächen am Abend nicht mehr zur Sprache gekommen, sagte er. Der Schwerpunkt dabei lag demnach auf dem Schutz Grönlands.
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigte sich erleichtert über die Ankündigung des US-Präsidenten. „Der Tag endet besser, als er begonnen hat“, so der Minister. Es sei positiv, wenn dies bedeute, dass man zu normaleren Kommunikationskanälen als der Online-Plattform Truth Social zurückkehren könne. Wichtig sei zudem, dass eine Lösung gefunden werde, die die Menschen in Grönland respektieren. Dänemark wolle aber auch auf die Bedenken der USA eingehen.
Auch die schwedische Außenministerin Maria Stenergard erklärte auf X, es sei gut, dass der Trump nun auf Strafzölle gegen die europäischen Länder verzichtet, die Dänemark und Grönland unterstützt hätten. So wie es aussehe, habe die Zusammenarbeit der Unterstützer Dänemarks Wirkung gezeigt.
Vizekanzler Lars Klingbeil warnte hingegen vor zu großem Optimismus. Nach dem „Hin und Her“ der vergangenen Tage müsse man zunächst abwarten, was substanziell zwischen Trump und dem Nato-Generalsekretär vereinbart worden sei, sagte der SPD-Chef am Mittwochabend im ZDF. „Es ist gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht.“ Er wolle die genauen Absprachen erst „schwarz auf weiß“ sehen.










