Von Malek Fouda & Euronews Deutsch
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Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat neue Beschränkungen für die Mitnahme von Powerbanks und Akkus an Bord ihrer Flugzeuge angekündigt, nachdem die Fluggesellschaften zunehmend unter Druck standen, die Regeln zu verschärfen, nachdem durch die Geräte mehrere Brände verursacht wurden.
Als Vorreiter in Europa hat Lufthansa ihre Richtlinien geändert, um die Nutzung dieser Geräte während des Fluges einzuschränken. Ab sofort dürfen Passagiere an Bord ihre Geräte nicht mehr über ihr Infotainmentsystem aufladen und die Batterien auch nicht mehr zum Laden ihrer persönlichen Geräte verwenden.
Die Fluggesellschaft betonte jedoch, dass sie weiterhin im Handgepäck erlaubt seien und dass die Vorschriften, die ihr Mitführen im aufgegebenen Gepäck verbieten, unverändert bleiben.
Powerbanks müssen außerdem am Körper des Reisenden getragen oder im Handgepäck unter dem Sitz verstaut werden. Das Verstauen im Gepäckraum über dem Kopf ist nun verboten.
Auch die Akkus sind nun auf eine maximale Kapazität von 100 Wattstunden – also 27.000 mAh (Milliamperestunden) – begrenzt.
Reisende, die größere Batteriepakete mitführen möchten, müssen dies der Fluggesellschaft im Voraus mitteilen und eine Genehmigung einholen. Andernfalls werden die Geräte beschlagnahmt und vernichtet.
Die Anzahl der Powerbanks, die jeder Passagier im Flug mitführen darf, wurde ebenfalls auf zwei festgelegt.
Als Grund für die Änderung der Fluglinie nennt ein Lufthansa-Sprecher überarbeitete Empfehlungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA).
Die Regeln gelten für alle Lufthansa-Flüge sowie für Flüge von Lufthansa-eigenen oder verbundenen Fluggesellschaften, darunter Swiss, Eurowings, Austrian Airlines, Discover, Brussels Airlines, Edelweiss und Air Dolomiti.
Passagiere müssen ihre Mobiltelefone nun vor dem Flug oder über spezielle USB-Anschlüsse am Infotainmentsystem des Flugzeugs aufladen.
Fluggesellschaften werden beim Umgang mit Powerbanks immer vorsichtiger, nachdem im Januar letzten Jahres ein tragischer Brand durch eine im Gepäckfach eines Air Busan-Flugzeugs verstaute Powerbank verursacht wurde, bei dem 27 Menschen verletzt wurden.
Der Airbus A321 lag noch am Boden, als das Feuer ausbrach. Nach umfangreichen Ermittlungen stellten die Behörden fest, dass eine verkohlte Powerbank den Brand verursacht hatte.
Der gesamte Rumpf des Flugzeugs stand innerhalb weniger Minuten in Flammen. Über Notrutschen konnten Passagiere das Flugzeug verlassen. Der Vorfall veranlasste Flugsicherheitsbehörden weltweit, strengere Maßnahmen zu prüfen, um die Brandgefahr zu minimieren.










