Geringeres Sterberisiko dank Sport

Das ist die ideale Dosis Krafttraining für ein langes Leben


03.06.2026 – 10:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Älterer Mann trainiert (Symbolbild): Kräftige Muskeln sind gerade im Alter wichtig für die Gesundheit und Eigenständigkeit. (Quelle: Yuri_Arcurs/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Eine starke Muskulatur könnte dazu beitragen, das Sterberisiko zu senken. Wie viel Krafttraining pro Woche dafür optimal ist, zeigt eine Langzeitstudie.

Mit zunehmendem Alter verliert der Körper Muskelmasse. Das ist zwar ein natürlicher Prozess, kann aber weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Denn schwindende Muskelkraft erhöht nicht nur das Risiko für Stürze und Einschränkungen im Alltag. Sie steht auch mit verschiedenen Erkrankungen und einer höheren Sterblichkeit in Verbindung.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer seine Muskeln regelmäßig trainiert, lebt womöglich länger. Deutliche Anhaltspunkte dafür findet auch eine aktuelle große Untersuchung mit mehr als 147.000 Teilnehmern. Die Wissenschaftler wollten ergründen, wie sich Krafttraining auf die Lebenserwartung auswirkt – und welche Trainingsdauer besonders zuträglich ist. Dabei stellte sich heraus: Anderthalb bis zwei Stunden pro Woche könnten reichen, um das Sterberisiko deutlich zu senken.

Daten von mehr als 147.000 Menschen ausgewertet

Die Forscher analysierten Daten aus drei großen US-amerikanischen Langzeituntersuchungen mit insgesamt 147.374 Frauen und Männern, die zu Studienbeginn im Durchschnitt 54 Jahre alt waren. Über viele Jahre hinweg hatten sie regelmäßig Fragebögen zu ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil ausgefüllt.

Bei der Auswertung der Angaben legten die Forscher ein besonderes Augenmerk auf die körperliche Aktivität, genauer gesagt auf die Zeit, die die Teilnehmer wöchentlich für Kraft- und Ausdauertraining aufgewandt hatten. Diese Angaben setzten die Wissenschaftler mit den Sterbefällen im Beobachtungszeitraum in Beziehung.

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„Sweet Spot“ liegt bei anderthalb bis zwei Stunden pro Woche

Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang: Menschen, die regelmäßig Krafttraining betrieben, hatten insgesamt ein geringeres Sterberisiko als Teilnehmer, die darauf verzichteten. Am stärksten profitierten jene, die pro Woche 90 bis 119 Minuten trainierten. In dieser Gruppe war das Risiko, im Beobachtungszeitraum zu sterben, um 13 Prozent niedriger. Auch die Gefahr, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, sank um 19 Prozent. Das Risiko für einen tödlichen Verlauf neurologischer Erkrankungen war sogar um 27 Prozent reduziert.

Gut zu wissen

Menschen, die regelmäßig Sport treiben, unterscheiden sich oft auch in anderen Punkten von weniger aktiven Personen – etwa beim Körpergewicht, beim Rauchverhalten oder bei ihrer Ernährung. Um den Einfluss solcher Faktoren möglichst gering zu halten, berücksichtigten die Forscher diese Unterschiede bei ihrer Auswertung. So wollten sie sicherstellen, dass die beobachteten Effekte nicht allein auf einen insgesamt gesünderen Lebensstil zurückzuführen sind.

Was das für den Alltag bedeutet

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, können die Ergebnisse nur Zusammenhänge belegen. Sie beweisen nicht sicher, dass das Krafttraining tatsächlich die Ursache für die längere Lebensdauer war. Zudem wurden die körperlichen Aktivitäten der Teilnehmer nicht objektiv gemessen. Die Forscher mussten sich auf die Selbstauskünfte der Befragten verlassen, wenngleich solche Angaben fehlerhaft oder ungenau sein können.

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