Rund 20 Jahre sind drin

Diese acht Faktoren erhöhen die Lebenserwartung


Aktualisiert am 04.09.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 4 Min.

Paar tanzt in der Küche (Symbolbild): Mit einfachen Gewohnheiten lassen sich Lebensqualität und -erwartung deutlich steigern. (Quelle: g-stockstudio/getty-images-bilder)

Bis ins hohe Alter fit und munter bleiben – dafür gibt es keine Garantie. Die Wahrscheinlichkeit dafür lässt sich jedoch deutlich erhöhen. Lesen Sie, wie.

„Iss reichlich Obst und Gemüse!“, „Bleib in Bewegung!“: Wenn es um die Frage geht, wie sich die Lebenserwartung erhöhen lässt, sind dies typische Ratschläge.

Zu Recht. Dass sich bestimmte Faktoren positiv auf die Lebenserwartung auswirken, ist allgemein bekannt. Wie groß ihr Effekt tatsächlich ist, zeigt eine Studie von US-amerikanischen Forscherinnen und Forschern aus dem Jahr 2024.

Studie: Lebenserwartung lässt sich um 20 Jahre erhöhen

In der Langzeituntersuchung werteten die Fachleute Daten von rund 700.000 US-Veteraninnen und -Veteranen aus, die zwischen 40 und 99 Jahre alt waren. Dabei kristallisierten sich acht Faktoren heraus, welche die Lebenserwartung maßgeblich beeinflussen und das Krebsrisiko senken.

Diese Faktoren waren schon in der Vergangenheit weitgehend bekannt. Überraschend ist jedoch, wie groß ihr Effekt tatsächlich ist. Die Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass sich die Lebenserwartung einer 40-jährigen Person durch positive Gewohnheiten im besten Fall um bis zu 20 Jahre steigern lässt – so zumindest die Ergebnisse der Studie. Umgekehrt sinkt die Lebenserwartung bei schlechten Gewohnheiten massiv.

Gut zu wissen

Auch in höherem Alter lohnt es sich, einen ungesunden Lebensstil zu verändern. Und: Schon kleine Veränderungen – etwa mit dem Rauchen aufzuhören – können viel bewirken.

Welche acht Faktoren die Lebenserwartung unter anderem beeinflussen, lesen Sie in der folgenden Übersicht.

1. Wenig Stress

Anhaltender Stress kann körperliche und psychische Folgen haben. Zum Beispiel erhöht er das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angsterkrankungen. Zudem schwächt er das Immunsystem.

Gänzlich vermeiden lässt sich Stress nicht. Das ist auch gar nicht nötig. Vielmehr ist entscheidend, wie eine Person den Stress empfindet (denn es gibt auch sogenannten positiven Stress) und wie sie damit umgeht. Es gibt unterschiedliche Strategien, um belastenden Stress abzubauen. Welche am besten geeignet ist, muss jede(r) für sich selbst herausfinden.

Hilfreich sind etwa regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf oder Entspannungsübungen wie etwa die progressive Muskelentspannung oder autogenes Training.

Wie Stress entsteht und wie er sich abbauen lässt, lesen Sie hier.

2. Gesund ernähren

Wer sich gesund ernähren möchte, kann sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Demnach sollten Erwachsene jeden Tag mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu sich nehmen – eine Portion entspricht dabei in etwa dem, was in eine Hand passt. Empfehlenswert ist zudem,

  • Vollkornprodukte zu bevorzugen.
  • möglichst abwechslungsreich zu essen.
  • täglich Milch- und Milchprodukte zu sich zu nehmen.
  • ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen.
  • mit Salz und Zucker sparsam umzugehen (Salz: nicht mehr als sechs Gramm pro Tag, Zucker: nicht mehr als 50 Gramm pro Tag)
  • täglich rund 1,5 Liter zu trinken (bevorzugt Wasser).
  • Lebensmittel schonend zuzubereiten (etwa, sie nur so lange wie nötig zu garen).
  • sich beim Essen Zeit zu lassen.
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