Kurz nach einem Gespräch mit der DW reiste Gesche Joost, die seit 2024 Präsidentin des Goethe-Instituts ist, gemeinsam mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul nach Mexiko.
Das Goethe-Institut in Mexiko-Stadt ist eines der größten der Welt und nach Ansicht von Joost ein Beispiel für die Arbeit der Institution.
„Lateinamerika ist eine unglaublich wichtige Region für Deutschland und wir pflegen dort sehr starke Partnerschaften“, erklärt Joost. „Mexiko ist einer unserer wichtigsten Partner, insbesondere wenn es um die Gewinnung von Fachkräften geht.“
Das Goethe-Institut bereitet junge Mexikaner, die sich für eine Karriere in Bereichen wie Krankenpflege oder Ingenieurwesen in Deutschland interessieren, nicht nur durch Sprachkurse, sondern auch durch die Vermittlung von Informationen zum Alltag und zur Kultur in Deutschland vor.
„Für mich verkörpert die Niederlassung in Mexiko alles, wofür das Goethe-Institut steht“, sagt Joost.
Ein schwieriger Start nach dem Zweiten Weltkrieg
Seit 75 Jahren engagiert sich das Goethe-Institut für die Vertretung Deutschlands im Ausland und die Förderung der deutschen Sprache und Kultur weltweit. Sie wurde 1951 gegründet, zu einer Zeit, als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen des Nationalsozialismus internationales Vertrauen zurückgewinnen musste.
Ursprünglich als Goethe eV zur Fortbildung ausländischer Deutschlehrer gegründet, lud der Verein ausländische Deutschlehrer zu Sprachkursen nach Deutschland ein.
Doch schon bald verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Deutschunterricht im Ausland. Das erste Goethe-Institut wurde 1952 in Athen eröffnet, und nur zehn Jahre später gab es im Ausland bereits 54 Filialen, im Vergleich zu 17 in Deutschland.
Heute betreibt das Goethe-Institut ein globales Netzwerk mit knapp 4.400 Mitarbeitern an 154 Standorten in 100 Ländern. Rund 1 Million Menschen legen jährlich eine offizielle Deutschprüfung durch ein Goethe-Institut oder eine seiner Partnerorganisationen ab.










