Solidarität mit Collien Fernandes
6.000 Menschen demonstrieren gegen digitale Gewalt
29.03.2026 – 17:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Am Königsplatz setzen Tausende ein Zeichen gegen sexualisierte Online-Gewalt. Forderungen: strengere Gesetze und mehr Schutz für Betroffene.
Rund 6.000 Menschen haben in München gegen sexualisierte Gewalt im Internet demonstriert. Die Kundgebung am Königsplatz war von der Grünen Jugend München und der Initiative „Feminists United“ organisiert.
Im Zentrum stand die Solidarität mit Moderatorin Collien Fernandes und der Protest gegen digitale Gewalt an Frauen. Katharina Schulze, Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag, sprach vor den Demonstrierenden. Auch der designierte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause beteiligte sich an der Veranstaltung.
Schulze forderte strengere Gesetze gegen pornografische Deepfakes. Wer manipulierte Inhalte herstelle oder verbreite, müsse künftig strafbar gemacht werden. Technologieunternehmen müssten zudem stärker in die Verantwortung genommen und ihre Algorithmen offengelegt werden. Außerdem sprach sie sich für mehr Mittel für Beratungsangebote, Frauenhäuser und Präventionsarbeit aus.
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Hintergrund der Debatte sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen. Nach Angaben des „Spiegel“ soll er Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Inhalte verbreitet haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte gerichtliche Schritte gegen die Berichterstattung des „Spiegel“ an.
Hinweis: Christian Ulmen wird von seiner Ex-Frau Collien Fernandes vorgeworfen, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert zu haben. Er soll laut Fernandes digital generierte pornografische Inhalte, die ihr ähnelten, verbreitet haben. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.
