Flughafen München
500 Passagiere sitzen über Nacht in Maschinen fest
Aktualisiert am 23.02.2026 – 08:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie saßen schon im Flugzeug, doch dann ging plötzlich gar nichts mehr. Für 500 Passagiere endete die Nacht am Flughafen München unangenehm.
Etwa 500 Passagiere haben mitten im Winter unfreiwillig eine Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen verbracht. Ihre für Donnerstagabend geplanten Flüge waren nach starken Schneefällen in der Nacht zum Freitag gestrichen worden – nachdem schon alle Passagiere an Bord und die Flugzeuge startbereit waren, wie ein Sprecher der Lufthansa mitteilte.
Die Schneefälle hatten nach Angaben des Flughafens am Donnerstag über den gesamten Tag für Verspätungen und Ausfälle gesorgt. 100 Flüge seien gestrichen worden. Am Abend hätten einige Flüge Sondergenehmigungen erhalten, um auch noch nach Mitternacht bis 1.00 Uhr starten zu können. In München gilt zwischen 0.00 und 5.00 Uhr normalerweise ein Nachtflugverbot. Wegen des Schnees hätten bereits abgefertigte und startbereite Flüge dann aber doch keine Starterlaubnis bekommen, berichtete ein Lufthansa-Sprecher.
Die Passagiere hätten aber nicht mehr zum Terminal zurückkehren können: „Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle Parkmöglichkeiten für Flugzeuge direkt am Terminal belegt und die Buskapazitäten auf den Vorfeldern eingeschränkt“, teilte der Flughafen mit.
Fluggäste und Besatzungen konnten die Flugzeuge nicht mehr verlassen und mussten die Nacht im Flugzeug auf dem Vorfeld verbringen. Betroffen waren nach Angaben der Lufthansa neben drei Lufthansa-Flügen nach Singapur, Kopenhagen und Danzig auch zwei Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig. Erst am frühen Morgen fuhren nach Angaben des Lufthansa-Sprechers wieder Busse, die die Passagiere abholten.
Warum keine Busse vorhanden waren, die die Passagiere zum Terminal bringen konnten, konnte der Sprecher der Lufthansa nicht sagen. Für die Organisation der Busse sei der Flughafen zuständig.
Dieser war für weitere Nachfragen zu dem Vorfall am Sonntag zunächst nicht zu erreichen. „Wir bedauern die damit entstandenen Unannehmlichkeiten sehr“, teilte ein Sprecher des Flughafens München lediglich mit.











