Für 48 Stunden
Streik in Hamburg: Auch Busfahrer legen Arbeit nieder
26.02.2026 – 18:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Nicht nur die Hochbahn streikt ab Freitag: Weil es keine Einigung gibt, legen nun auch Beschäftigte des Hamburger Busunternehmens VHH die Arbeit nieder.
Gleichzeitig zu einem Warnstreik bei der Hochbahn ruft die Gewerkschaft Verdi nun auch zu einem 48-stündigen Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) auf. Der Warnstreik soll am Freitagmorgen um 3 Uhr beginnen und am Sonntagmorgen um 3 Uhr enden, teilt Verdi mit.
Fahrgäste in Hamburg und dem Umland müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Grund dafür ist das Scheitern der vierten Tarifverhandlungsrunde, in der erneut keine Einigung erzielt werden konnte. Der Ausstand trifft ein Unternehmen mit rund 3.000 Beschäftigten und etwa 800 Bussen, die täglich in Hamburg und dem Umland im Einsatz sind.
Uns ist bewusst, dass wir alle auf den ÖPNV angewiesen sind.
Conny Bochmann, Busfahrerin bei der VHH und Tarifkommissionsmitglied
Conny Bochmann, Busfahrerin bei der VHH und Tarifkommissionsmitglied, räumt in der Mitteilung von Verdi unter anderem ein: „Uns ist bewusst, dass wir alle auf den ÖPNV angewiesen sind. Genau deshalb kämpfen wir für Bedingungen, die einen verlässlichen Betrieb ermöglichen – nicht nur heute, sondern dauerhaft.“
Gemeinsam mit den Beschäftigten der Hamburger Hochbahn soll demonstriert werden. Verdi verhandelt mit beiden Unternehmen getrennt über Haustarifverträge. Bei der Kundgebung am Freitag, 27. Februar 2026, soll es unter anderem um die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche für die Busfahrer gehen. Die Streikkundgebung beginnt am Freitag um 9 Uhr am Dammtor (Seite CCH). Die Demonstration soll um 10 Uhr starten. Der Abschluss ist für etwa 12 Uhr geplant.
Die Hochbahn zeigte indes kein Verständnis für die Streikankündigung. Saskia Heidenberger, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der Hochbahn, hatte sich bereits vor wenigen Tagen geäußert. Als Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite erklärte sie: „Wir haben ein gutes Angebot vorgelegt, das auf die Belange der Mitarbeitenden eingeht und gleichzeitig unserer wirtschaftlichen Verantwortung gegenüber der Stadt gerecht wird.“










