Weitreichende Folgen für Verkehr
450 Kilogramm schwere Bombe entschärft
Aktualisiert am 10.03.2026 – 12:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Nürnbergs neuester Stadtteil muss wegen eines 450 Kilo schweren Blindgängers geräumt werden. Das hat auch weitreichende Auswirkungen auf den Verkehr.
Am Dienstagmorgen ist eine 450 Kilogramm schwere Fliegerbombe im neuen Nürnberger Stadtteil Lichenreuth entschärft worden. Die Bombe wurde dort am Montag bei Bauarbeiten gefunden. Sprengmeister Michael Weiß brauchte eine Stunde und 22 Minuten, um den amerikanischen Blindgänger zu entschärfen, wie die Stadt Nürnberg mitteilte.
Rund um die Bombe wurde zuvor ein Schutzwall aus Containern errichtet. Die Entschärfung der Bombe mit doppelseitigen Zündern an Front und Heck zog sich länger hin als zunächst angenommen. Grund dafür war, dass die Zünder laut dem Sprengmeister stark „verbacken“ waren. Seit 11.58 Uhr gehe von dem Sprengkörper keine Gefahr mehr aus.
Auch die Sperrmaßnahmen wurden inzwischen wieder aufgehoben. Die 390 Anwohner, die in einem Radius von 450 Metern um den Fundort wohnen, mussten laut Stadt zuvor ihre Wohnungen verlassen – sie dürfen nun wieder zurückkehren. Auch das Gebäude der Technischen Universität Nürnberg (UTN) war betroffen.
Für Betroffene wurde auf dem Messegelände zwischenzeitlich eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort hätten sich 23 Personen eingefunden, hieß es am Morgen.
Auch für den Verkehr waren die Folgen weitreichend: Die U-Bahn-Linie 1 liegt im Evakuierungsradius und muss deshalb laut Stadt unterbrochen werden. Die Bahnen fuhren während der Entschärfung nur zwischen Langwasser und Messe. Sowie zwischen Fürth, der Nürnberger Innenstadt und Hasenbuck. Zwischen Hasenbuck und Messe war der Verkehr eingestellt.
Die Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) richtete deshalb einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Inzwischen fährt die U1 wieder durchgängig.
Auch für Autofahrer kam es im Laufe des Vormittags zu Behinderungen. Der Fundort der Bombe liegt nur 300 bis 350 Meter von der viel befahrenen Münchener Straße entfernt. Die Verkehrsader fiel somit ebenso in den Evakuierungsradius. Die Münchener Straße war deshalb zwischen Bayernstraße und Bauernfeindstraße für den Verkehr gesperrt.
