Gleichzeitig biete das neue Modell auch zahlreiche Vorteile, beispielsweise höhere Renditechancen. Statt der hundertprozentigen Beitragsgarantie der Riester-Rente, die sich als Renditebremse erwies, sollen Sparer zukünftig auch in Aktienfonds und ETFs investieren können. Das eröffnet größere Chancen, erhöht aber auch das Risiko. Für diejenigen, die renditereicher investieren möchten und noch einige Jahre bis zum Ruhestand haben, um etwaige Kursschwankungen auszusitzen, könnte ein Wechsel folglich interessant sein.
Neben Varianten ohne Garantien können Sparer auch weiterhin auf sicherheitsorientierte Varianten mit Garantien setzen. Zudem plant die Bundesregierung ein sogenanntes Standardprodukt.
Dabei handelt es sich um einfache Produkte, die sich hauptsächlich an Einsteiger und Aktien-Neulinge richten. Für Standardprodukte soll zudem ein Kostendeckel gelten: Die Effektivkosten dürfen maximal 1,5 Prozent betragen. Dies ist deutlich zu hoch, bemängeln Verbraucherschützer und auch der Bundesrat. Zum Vergleich: Ein typischer Aktien-ETF kostet meist nur rund 0,2 Prozent pro Jahr, also deutlich weniger.
Riester-Sparer sollten zunächst abwarten, bis die finale Version des neuen Altersvorsorgedepots feststeht. Danach lohnt sich ein genauer Vergleich, welches System mehr Vorteile bietet – je nach Einkommen, Kindern und Risikobereitschaft. Wichtig: Seinen Riester-Vertrag sollte keiner vorschnell kündigen. Experten warnen, dass bei einer vorzeitigen Auflösung sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden müssen.









