Französische Atlantikküste

Behörden evakuieren Tausende Urlauber aus beliebtem Badeort


Aktualisiert am 28.07.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Waldbrände nahe des Urlaubsorts Lacanau in Frankreich: 4.000 Urlauber wurden evakuiert. (Quelle: Abdul Saboor/reuters)

Frankreich kämpft seit Tagen mit verheerenden Waldbränden. Hunderttausende müssen fliehen. Jetzt trifft es einen bei Urlaubern beliebten Ort direkt am Atlantik.

Seit Tagen wüten an der französischen Atlantikküste schwere Waldbrände. Nun breiten sie sich in Richtung der Großstadt Bordeaux aus. Die Behörden haben entschieden: Teile des Badeortes Lacanau werden evakuiert.

Die Präfektur in Bordeaux ordnete am Vormittag die Räumung von Campingplätzen und Feriensiedlungen in Lacanau und Lacanau Océan an. Die Urlauber sollten sämtliches Gepäck mitnehmen und die Anordnungen der Ordnungskräfte strikt befolgen. Es geht um rund 4.000 Menschen. Der einige Hundert Meter von den Feriensiedlungen entfernte Ort Lacanau und seine Einwohner seien von der Evakuierung zunächst nicht betroffen, hieß es.

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Die Behörden betonten, es handele sich um eine vorsorgliche Evakuierung. Wie die Feuerwehr am Vormittag erklärte, erschweren Hitze und Wind den Kampf gegen die Flammen, die sich seit dem Wochenende immerhin nicht weiter ausgedehnt haben. Tausende Einsatzkräfte sind aber weiter mit der Bekämpfung von Brandherden beschäftigt.

Waldbrände in Frankreich: Alarm auf Campingplatz

Die Zeitung „Le Monde“ schilderte, um 10 Uhr morgens seien die Urlauber per Alarmton auf dem Handy gewarnt worden. Schon in den vergangenen Tagen hätten viele Touristen die Region verlassen. Auch der renommierte Klimaforscher Stefan Rahmstorf war bis vor Kurzem in der Waldbrand-Region im Urlaub und entschied sich, zu fliehen. „Es war ein bizarres Gefühl, wie die ganze Landschaft durch die rote Sonne hinter der Rauchwolke in ein oranges Licht getaucht war, wie in einem dystopischen Film“, schilderte Rahmstorf im Gespräch mit t-online.

Der Sender BFMTV berichtete, in der Nacht seien in der Region Gironde neue Brände ausgebrochen. Die Lage sei nach Angaben der Präfektur „unberechenbar“. Dazu werden Temperaturen von bis zu 37 Grad erwartet, auch wechselnde Winde fachen die Feuer an. Ein Vertreter der Feuerwehr sagte dem Sender, ab dem Nachmittag würden die Retter „mit extrem ungünstigen Bedingungen konfrontiert sein“. Boden und Vegetation seien so trocken, dass es zu sofortigen Entzündungen kommen könne, erklärte er.

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