Massenpanik in Haiti

30 Tote an Unesco-Welterbe – „tragischer Vorfall“

12.04.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Blick auf die Zitadelle Laferrière in Haiti: Bei einer Massenpanik kamen zahlreiche Menschen ums Leben. (Quelle: Michael Runkel via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

Ein Ausflugsziel zieht an einem Samstag ungewöhnlich viele Besucher an. Dann bricht Panik aus. Es gibt viele Todesopfer.

Bei einer Massenpanik an einem Ausflugsziel in Haiti sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Samstag an der Zitadelle Laferrière im Norden des Landes, berichteten haitianische Medien. Besonders viele Besucher waren an dem Tag dort zusammengekommen – der Ort gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Die Festung liegt in der Gemeinde Milot. Laut der haitianischen Tageszeitung „Le Nouvelliste“ fand zum Zeitpunkt des Unglücks eine touristische Veranstaltung statt, an der viele junge Menschen teilnahmen.

Die Regierung von Ministerpräsident Alix Didier Fils-Aimé teilte mit, sie habe mit tiefer Bestürzung von dem „tragischen Vorfall“ erfahren. Alle zuständigen Behörden seien mobilisiert worden, um Betroffenen und ihren Angehörigen Hilfe zu leisten. Die Bevölkerung rief die Regierung zur Ruhe auf, während die Umstände des Vorfalls untersucht würden.

Die Zitadelle Laferrière war einst von ehemaligen Sklaven errichtet worden und gilt als Symbol des haitianischen Freiheitskampfes gegen die französische Kolonialherrschaft.

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